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Bald wird hier, anstelle der Lampe Typ Bavaria, eine moderne LED-Leuchte die Straße erhellen.

Kostendisziplin angemahnt

LED-Leuchten für die Ortsmitte

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Es ist schon so: Wenn die kleine Gemeinde Baierbrunn wirklich eines Tages eine neue Schule bauen will – dann muss sie langsam anfangen, zu sparen.

Baierbrunn – Entsprechend wurde jetzt im Gemeinderat um jede noch so kleine Ausgabe wirklich gerungen. Am Ende überlegte man im Gremium sogar, dass zwar die Lampen im Ortszentrum ersetzt werden sollen durch LED-Leuchten, dass man aber doch die alten Modelle einfach stehen lassen könne. Um die Kosten für deren Abbau zu vermeiden.

Letztlich setzten sich freilich im schönen Sitzungssaal all diejenigen durch, die mahnten vor Panik. „Wir können jetzt auch nicht jeden Euro dreimal umdrehen“, meinte beschwichtigend Alexander Lechner, ÜWG. Es war vor allem die Fraktion der BIG gewesen, die sich dafür einsetzte, „Kostendisziplin“ an den Tag zu legen, wie Hans-Peter Hecker forderte. „Für mich hat die Schule Priorität“, sagte er, er wollte dann auch nicht einfach, wie vorgesehen, 22 000 Euro für neue Spielgeräte auf den drei Spielplätzen in der Gemeinde bewilligen. Denn nur 20 000 Euro sind unter dem Posten im Haushalt eingeplant. Sein Fraktionskollege Oliver Knab unterstützte ihn: „Wir sollten schon einhalten, was als Rahmen vorgegeben ist.“

Gleichzeitig segnete der Gemeinderat all jene Zuschüsse ab, die in Baierbrunn an Vereine und gemeinnützige Einrichtungen alle Jahre wieder vergeben werden. Der Isartaler Tisch in Pullach, an dem sich regelmäßig auch gezählte 24 Bürger aus der kleinen Gemeinde mit Lebensmitteln eindecken, bekommt auch 2019 wieder 500 Euro, die „Pflegegruppe Alter Dorffriedhof Baierbrunn“ kann erneut mit den üblichen 1000 Euro rechnen. Die Musikschule Pullach erhält nächstes Jahr 500 Euro zusätzlich und insgesamt dann 17 500 Euro. Und an den Verein Kindernetz Schäftlarn, dessen Senioren- Behindertenbus die Baierbrunner mitnutzen, gehen 1000 Euro. „Wenn wir jetzt anfangen, so eisern das Geld zusammenzuhalten, dann müssten wir auch die Zuwendungen an die Vereine kürzen“, sprach sich Robert Gerb von den Grünen dafür aus, die Knausrigkeit nicht zu übertreiben.

Die neuen Lampen im Ortszentrum sind auch nur deshalb überhaupt Thema, weil der „Wort & Bild Verlag“ im Zuge des letzten Neubaus die netten Bavaria-Leuchten vorübergehend hat abbauen müssen. Das kunstsinnige Unternehmen bot dann der Gemeinde an, an Stelle der romantischen einfachen Lampen jetzt moderne LED-Leuchten zu installieren, drei an der Zahl. Was man in Baierbunn schick fand. Schon vor Monaten wurde beschlossen, dann gleich die ganze Ortsmitte beleuchtungsmäßig zu modernisieren. Nur, klar: Das kostet. Rund 23 700 Euro, die, seit offengelegt ist, dass die Gemeinde sich die Schule nicht leisten kann, plötzlich in einem anderen Licht erscheinen. Die Summe ist jetzt viel Geld. Entsprechend wurde im Gremium überlegt, ob nicht „Wort & Bild“ noch ein wenig zuschießen könne, ob man nicht einfach doch zwei verschiedene Lampen-Variationen zwischen Gasthof und Maibaum stehen lassen sollte. Am Ende schlossen sich die meisten Alexander Lechner an, der sagte: „Die Leuchten müssen her, uns bleibt nichts anderes übrig.“

Auch auf die drei Spielplätze kommt, was vorgesehen gewesen war. „Bei Kindern zu sparen, das find’ ich nicht in Ordnung“, hatte Birgit Ley, ÜWG, gemeint. Ihre Ansicht setzte sich schließlich auch durch. Die Vogelnestschaukel und eine Sitzgruppe an der Forststraße, der Spielturm beim Sport- und Bürgerzentrum und die Kletter- und Balancierkombination in Buchenhain-West werden wohl im Frühjahr nächsten Jahres aufgebaut.

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