Die Nerven liegen blank wegen B11-Baustelle

Baierbrunn - Nicht nur die Schäftlarner sind reichlich genervt von den umfangreichen Bauarbeiten auf der B 11. Die Sperrung der Bundesstraße vom Ortseingang Schäftlarn bis zur Ortsmitte beschäftigt ebenso die Nachbargemeinden – und war jetzt auch in Baierbrunn Thema bei der Bürgerfragestunde im Gemeinderat.

Überhaupt nicht verständlich, kam dabei heraus, ist den Baierbrunnern unter anderem, warum die Baustelle nicht nach Arbeitsschluss unter der Woche und an den Wochenenden befahrbar sein soll. Rathauschefin Barbara Angermaier (BIG) hat deshalb schon einmal mit dem Schäftlarner Kollegen Matthias Ruhdorfer (CSU) telefoniert, der meinte, der Straßenbelag sei zu schlecht, um ihn Autofahrern zuzumuten. Angermaier: „Ich werd’s mir selber anschauen.“ Derweil berichteten Bürger, die Baustelle würde schon immer am Freitag brachliegen, laut Straßenbauamt hätten die Arbeiter jeweils am Donnerstagabend ihr Wochensoll erfüllt. Gemeinderat Alfred Hutterer (ÜWG) wetterte: „Das Ganze ist ein Trauerspiel. Ich bin sehr sauer. Nichtmal ein Arzt, der Bereitschaftsdienst hat, kann die B 11 befahren.“

Ebenfalls ärgert die Baierbrunner, dass offenbar am Rotbrunner Weg, der hinter dem Aldi abgeht und parallel zur B 11 verläuft, wohl ein Kieshaufen aufgeschüttet worden ist – damit ja keine Autofahrer auf die Idee kommen, hier herum auszuweichen. Michael Sexl (BIG) schimpfte: „Wir sind die Leidtragenden.“ Dabei schwankte der Gemeinderat zwischen Verständnis für genervte Pkw-Besitzer, denen die Umleitung über Straßlach einfach kaum zuzumuten sei: „Da sind Staus ohne Ende“, berichtete die Rathauschefin. Andererseits sind manche Autofahrer so dreist, dass sie sogar auf Wegen entlang der Isar versuchen, den gesperrten B 11-Abschnitt zu umfahren. Eine Besucherin berichtete: „Mir sind da schon dreimal Autos entgegengekommen.“

Andrea Kästle

Rubriklistenbild: © dpa

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