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Der Sieger: Patrick Ott von der ÜWG.

Stichwahl

Patrick Ott gewinnt das Duell der Quereinsteiger

  • vonAndrea Kästle
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In Baierbrunn hat in der Stichwahl Patrick Ott das Rennen gemacht, der Kandidat der ÜWG.

Baierbrunn – Eine wirklich große Überraschung war das nicht. In Baierbrunn hat in der Stichwahl Patrick Ott das Rennen gemacht, der Kandidat der ÜWG. Er ließ am Sonntag seinen Konkurrenten von der SPD, Uwe Harfich, mit recht solidem Abstand hinter sich, heimste 61,2 Prozent der Stimmen ein. Harfich musste sich mit 38,8 Prozent zufriedengeben. Die Wahlbeteiligung lag bei 77,6 Prozent.

Entsprechend zufrieden klang der 53-jährige Bankkaufmann Ott, der in absoluten Zahlen 1127 Stimmen bekommen hatte, dann auch am Telefon. Er hatte die Auszählung mit der Familie vor dem Computer verfolgt, als das Ergebnis feststand, meinte er: „Ich freue mich über das riesige Vertrauen. Es ist ein toller Auftrag, den werde ich so annehmen. Zusammen mit der ÜWG, die mich im Wahlkampf hervorragend unterstützt hat, werde ich jetzt nach und nach unsere Ziele umzusetzen versuchen.“

Ott hatte schon im ersten Wahldurchgang vor zwei Wochen 45 Prozent der Stimmen erzielt, was durchaus erstaunlich war bei vier Kandidaten. Sämtliche Bewerber fürs Bürgermeisteramt in der kleinen Gemeinde wären Quereinsteiger gewesen, auch Ott hat noch nie dem Baierbrunner Gemeinderat angehört. Auch wenn er sich parteipolitisch schon eine Weile engagiert hatte – damals noch in der CSU.

Harfich hofft aufgute Zusammenarbeit

Uwe Harfich, für den in absoluten Zahlen 714 der Baierbrunner votiert hatten, klang derweil enttäuscht, er meinte: „Ich war schon noch zuversichtlich, aber jetzt hat es am Ende halt doch nicht gereicht.“ Er habe ein gutes Team hinter sich gehabt, es werde sich zeigen, inwiefern die Zusammenarbeit von allen Beteiligten im Gemeinderat funktioniert. Aber: „Wir haben ja alle ein Ziel und wollen Baierbrunn nach vorne bringen.“

Robert Gerb, Gemeinderat der Grünen, dessen Fraktion wie auch die Ein-Mann-FDP für die Stichwahl eine Wahlempfehlung für Ott ausgesprochen hatte, kommentierte das Ergebnis gestern Abend so: „Ich finde es gut, dass die Entscheidung so klar ausgefallen ist. Ich hoffe, dass wir die Ziele, die Patrick Ott uns zugesagt hat, auch erreichen.“

Derweil meinte Wolfgang Jirschik, der amtierende Bürgermeister, der auch der ÜWG angehört und wohl gern weitergemacht hätte, aber aus Altersgründen nicht mehr kandidieren durfte: „Ich gratuliere meinem Nachfolger, der sich jetzt erstmal als Lehrling in der Verwaltung begreifen wird müssen. Er trifft im Rathaus auf ein erfahrenes, leistungsstarkes Team, das auch mir immer den Rücken gestärkt hat. Inhaltlich sollte bei Patrick Ott ja soweit alles passen.“ Er werde den kommenden Bürgermeister schon im April Einblick geben in die laufenden Amtsgeschäfte. Von denen das wichtigste sein wird, die Corona-Pandemie-Krise zu bewältigen. 

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