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Patrick Ott (l.) und Uwe Harfich stehen am Sonntag zur Wahl.

Grüne und FDP unterstützen Patrick Ott

Duell der Quereinsteiger

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Beide Kandidaten waren bisher nicht Mitglied im Gemeinderat von Baierbrunn: Am Sonntag tritt Favorit Patrick Ott (ÜWG) in der zweiten Runde gegen Uwe Harfich (SPD)  an.

Baierbrunn – In Baierbrunn wird jedenfalls der Bürgermeister ab Mai ein Bürgermeister sein, also ein Mann. Und ein Quereinsteiger in der Kommunalpolitik ebenfalls. Beide Kandidaten, die von den ehemals vier Bewerbern für den wichtigsten Job im Rathaus übrig geblieben sind, Patrick Ott von der ÜWG wie der SPDler Uwe Harfich, waren noch nie Mitglied im Gemeinderat der kleinen Gemeinde.

Trotzdem fühlen sich beide den Anforderungen bestens gewachsen, und beide rechnen sich auch Chancen aus für den kommenden Sonntag. Das hat im Fall von Ott ein wenig mehr Berechtigung, schließlich hat er im ersten Wahlgang am 15. März 45,6 Prozent der Wählerstimmen abgesahnt. Zu Harfich, der auf Platz zwei landete, war durchaus noch Abstand, der SPD-Kandidat bekam 27,5 Prozent.

Grüne und FDP empfehlen Patrick Ott (ÜWG)

Entsprechend sagt Ott: „Ich hatte einen guten Vorsprung, und mit der Unterstützung, die ich jetzt habe, sollte es dann eigentlich reichen.“ Er glaube allerdings erst, dass er es geschafft hat, wenn er die Ernennungsurkunde in Händen halte. Für ihn haben sich in den letzten Tagen die Grünen und die FDP ausgesprochen, man habe sich, berichtet Ott, zusammengesetzt und einige gemeinsame Ziele festgesteckt. Alle wollen den Klimaschutz, auch was die Schulen angeht, seien sie einer Meinung: Die Grundschule soll bleiben, wo sie ist, und von einer Mittelschule in Baierbrunn könne die kleine Gemeinde nur profitieren.

Robert Gerb, der bislang einzige Grüne im Gemeinderat, der ab Mai Teil einer vierköpfigen Fraktion sein wird, formuliert den Schulterschluss relativ nüchtern. „Ich glaube, mit der ÜWG sind mehr grüne Ziele durchsetzbar.“

Gemeinsam könnten die beiden Fraktionen, die ÜWG und die Grünen, die dann neun von 16 Sitzen einnehmen, viel erreichen. „Aber wir wollen natürlich die anderen Parteien immer mitnehmen.“

Uwe Harfich (SPD) sieht durchaus noch Chancen

Derweil will aber Uwe Harfich noch lang nicht klein beigeben. Er meint, er besitze die „wahren Kompetenzen“, um den Bürgermeisterjob zu machen. Allein schon deshalb, weil er eben auch in Baierbrunn wohne – Ott ist bekanntlich in Neufahrn bei Schäftlarn zuhause, worauf seit der Podiumsdiskussion vor dem ersten Urnengang gern herumgeritten wird.

Harfich sagt: „Die Karten werden noch einmal neu gemischt, es ist noch alles offen.“ Auf seiner Seite hat sich die CSU positioniert, unter anderem auch deshalb, weil Uwe Harfich ein Einheimischer ist.

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