Mitnutzung des Pullacher Wertstoffhofs abgelehnt

Baierbrunn will keinen Mülltourismus

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Baierbrunn - Zwar hätten die Pullacher die Baierbrunner gern auch ihren breit aufgestellten Wertstoffhof mitnutzen lassen – nur: Die Baierbrunner wollen gar nicht. Ihnen ist das Ganze zu teuer, wie sich im Gemeinderat zeigte.

80 000 Euro hätte es die Gemeinde im Jahr gekostet, wenn auch ihre Bürger ihre Wertstoffe nach Höllriegelskreuth hätten bringen können. Dort werden auch Sperrmüll und Problemstoffe angenommen, das wäre der Vorteil gewesen. Gartenabfälle können dort generell auch angeliefert werden – dafür hätten die Baierbrunner dann weitere 20 000 Euro im Jahr aufwenden müssen. Alles in allem war es ihnen das nicht wert. Auch wenn die Pullacher, wie sie angeboten hatten, dann ihren Annahmestelle in der Zugspitzstraße einen weiteren Tag geöffnet hätten. Denn die anfallenden Mehrkosten wären auf die Müllgebühren umgelegt worden „Das würde eine Erhöhung der Abfallgebühren um 50 Prozent bedeuten“, wie aus der Verwaltung Andrea Strohmenger dargelegt hatte.

„Ich bin klar dagegen, Mülltourismus finde ich unsagbar“, machte Robert Gerb von den Grünen deutlich. Nicht alle Baierbrunner besäßen schließlich ein Auto. Außerdem ginge der Baierbrunner Wertstoffhof, der dann freilich geschlossen worden wäre, als Treffpunkt verloren. „Das ist auch wichtig für unsere Gemeinde.“ Ähnlich äußerte sich Oliver Knab (BIG): „Ich finde das Angebot in unserem Wertstoffhof ausreichend.“ Asbest falle schließlich nicht „ad hoc“ an in den Haushalten. Wolfgang Jirschik (ÜWG) schloss sich an: „Ich sehe keinen Sinn, 100 000 Euro im Jahr in Pullach zu versenken.“ Und Sperrmüll könne man auch in Baierbrunn entsorgen. Dreimal im Jahr wird er von der Gemeinde abgeholt. 

Auch künftig zahlen die Baierbrunner also für eine 60-Liter-Tonne nur 99 Euro im Jahr. In Pullach muss man dafür mehr als doppelt soviel berappen.

Andrea Kästle

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