Baierbrunn will Kreisverkehr an der B11

Baierbrunn - Auf der B 11 wird wohl heuer neben den Umbaumaßnahmen in Schäftlarn noch eine zweite Baustelle eröffnet. Die Gemeinde Baierbrunn will die Zufahrt zum Wohngebiet „Am Wirthsfeld“ über einen Kreisel anschließen an die Bundesstraße.

Allerdings – die Verhandlungen mit dem Straßenbauamt ziehen sich, was auch ein Grund dafür war, dass das Thema bei der jüngsten Gemeinderatssitzung noch einmal länger diskutiert worden ist. Christine Zwiefelhofer, ÜWG, meinte: „Ich habe kein Vertrauen mehr in diese Lösung, wir hinken mit dem Zeitplan hinterher.“ Von der CSU war Josef Fröhler schon immer gegen die 500 000-Euro-Maßnahme gewesen, er sagte erneut: „Ich werde nicht zustimmen“, der Flächenverbrauch sei ihm zu hoch, die Mehrkosten im Vergleich zu einer einfachen Linksabbiegerspur erscheinen ihm zu hoch. Sein Fraktionskollege Josef Ketterl schloss sich an: „Das Ganze wird deutlich teurer, damit bin ich nicht einverstanden.“ Derweil hielt eine 10:4-Mehrheit im Gremium fest an der runden Verkehrslösung, die vor allem das Linksabbiegen in die Bundesstraße erleichtern soll. 

Ein Kreisel, so die Hoffnung, würde außerdem die Raser auf der Durchgangsstraße ausbremsen, „ohne Kreisverkehr wird die B 11 zur Rennstrecke“, so die Befürchtung von Hans Peter Hecker, BIG. „Schon rein vom Sicherheitsaspekt her bin ich für den Kreisverkehr“, meinte auch Alexander Lechner, SPD. Umso mehr, als auf dem noch freien Grundstück vor dem Wirthsfeld ja vielleicht einmal die allseits gewünschte Mehrzweckhalle gebaut wird. Auch Alfred Hutterer, ÜWG, gab sein Placet: „Vom Grundsatz her sag ich ja.“ Robert Gerb von den Grünen: „Ich glaube, dass der Kreisel für den Ort viel bringt“. Ob es allerdings zu schaffen ist, die neue Verkehrsführung bis November fertigzustellen, solange die B 11 in Schäftlarn ohnehin gesperrt bleibt – das ist inzwischen eher fraglich. Mitte Juni soll erneut eine Abstimmung mit den Fachplanern erfolgen, bis Ende Juli will die Gemeinde Planungssicherheit haben. Wenn alle Stricke reißen, muss der Verkehr auf der Durchgangsstraße halt noch einmal lahmgelegt werden – dann allerdings nur einseitig.

Andrea Kästle

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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