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Berge leerer Flaschen liegen entlang der Isar.

Mit dem Aufräumen kommt keiner nach

Baierbrunner Wehr: Isar erstickt im Müll

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Riesige Müllberge, Leergut ohne Ende und Fleischreste: Die Isar  erstickt im Müll. In Baierbrunn ist‘s besonders schlimm - aus diesem Grund.

Baierbrunn – Jedes Jahr dasselbe Problem: Rücksichtslose Badegäste, Grillfans und Bootsfahrer verdrecken die Isar und ihre Umgebung. Dort sieht’s von Wolfratshausen über den Landkreis München bis in die Stadt an manchen Stellen aus wie auf einer Müllkippe. Ein besonders schlimmes Bild bietet sich rund um das Wehr in Baierbrunn. Die Zwangspause, um das Wehr auf dem Landweg zu umgehen, nutzen viele, um ihren Müll loszuwerden: Bierkästen, leere Flaschen, Grillreste und undichte Schlauchboote.

„Rücksichtslose Nutzung“

Müll ohne Ende türmt sich zu überall.

Von einer „ufer- und rücksichtslosen Nutzung“ der Isar spricht Theodorus Reumschüssel, Sprecher der Uniper Kraftwerke, die die Werke an der Isar betreiben. Denn „die vielen Bootsfahrer und Badenden setzen der Isar und ihrer empfindlichen Ökologie im und am Wasser zu.“ Nicht nur in den Rechen der Kraftwerke sammelt sich täglich Müll, den die Isar anschwemmt, auch am Ufer würden jedes Wochenende aufs Neue Müllberge angehäuft.

Was Reumschüssel „besonders gnadenlos“ findet: Gerade dort liegen tausende Scherben auf dem Boden, „obwohl alle barfuß laufen und ihre Boote tragen“. Auch nicht mehr benötigte Sonnenschirme, Klappstühle, Einweggrills und Grillfleisch-Reste werden kurzerhand in der Natur entsorgt. „Tiere und Wind verfrachten den Abfall dann auch noch großflächig, sodass der Aufwand, die Bereiche müllfrei zu halten, immer größer wird“, beklagt der Kraftwerks-Sprecher. 

„Sauberhalten nicht mehr leistbar“

Bürgermeister Wolfgang Jirschik (ÜWG) kann das nur bestätigen: „Das Sauberhalten ist nicht mehr leistbar. Die Leute laden sich die Boote immer voller und entledigen sich der Fracht immer rücksichtsloser.“ Remschüssel stellt in den vergangenen drei Jahren eine „irrsinnig gestiegene Intensität“ fest, was die Mengen an Unrat betrifft. Erklären kann er sich nicht, warumdie Müllberge von Jahr zu Jahr wachsen.

Bürgermeister Jirschik bittet alle Bootsfahrer inständig, „sich zu fragen, ob es den Kasten Bier und den Einweggrill tatsächlich braucht, oder ob nicht ein Picknickkorb oder Brotzeitbeutel ausreichend sind.“ Für ihn ist klar: „Alles, was in die Natur getragen wird, gehört auch wieder mitgenommen und anständig entsorgt.“ Doch an dieser Einstellung mangelt es bei vielen.

Völlig überfüllte Mülltonnen: Dann schmeißen Umweltsünder ihren Unrat einfach daneben.

„Wir haben Verständnis für den Wunsch, die Isar hinunter zu fahren“, sagt Johannes Durner, Leiter der Kraftwerksgruppe Isar. Er appelliert aber eindringlich an alle Isargäste: „Jeder, der sich in der Natur bewegt, sollte das rücksichtsvoll tun. Und dazu gehört es auch, nicht alles, was man gerade entbehren kann, einfach auf den nächsten Haufen zu werfen.“

Lesen Sie auch: So dreist streiten Umweltsünder ihre Taten ab

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