So könnte das Schulareal in Baierbrunn bebaut werden: Der Neubau würde südlich des Bestands errichtet. Das Landschaftsschutzgebiet müsste nicht angegriffen werden, sämtliche Maßnahmen fänden statt auf gemeindeeigenem Grund.
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So könnte das Schulareal in Baierbrunn bebaut werden: Der Neubau würde südlich des Bestands errichtet. Das Landschaftsschutzgebiet müsste nicht angegriffen werden, sämtliche Maßnahmen fänden statt auf gemeindeeigenem Grund.

Baierbrunn: Erweiterungsidee überzeugt

Klassenzimmer über dem Stelzen-Parkplatz

  • vonAndrea Kästle
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Richtung neuer Grundschule ist die Gemeinde einen Schritt vorangekommen. Im Gemeinderat stellte Architekt Bernhard Peck jetzt eine Möglichkeit, die Schule am Standort zu erweitern, vor. Die Ideen wurden allgemein für gut befunden. Auch Schulleiterin Konstanze von Unold meinte: „Der Entwurf sagt mir sehr zu.“

Baierbrunn - Demnach würde der bestehende Altbau nicht mehr zu Unterrichtszwecken genutzt, sondern für die Mittagsbetreuung und den Ganztagszweig, der ja ab 2025/26 auch in Baierbrunn, wie es aussieht, möglich sein muss. Die Klassenzimmer würden neu gebaut, und zwar in Form von zwei „Lernwohnungen“, in denen jeweils vier Klassen ein Zuhause jedenfalls für die Vormittage finden würden. Dazu kommen Differenzierungsräumen, Teamräumen für die Pädagogen, Toiletten. Dieser Neubau würde im Süden quer an den jetzigen Pausenhof drangesetzt, gleichzeitig würde der Pausenhof nach vorn gezogen. Die Autos fänden unter dem auf Stelzen stehenden Neubau Platz.

In einem dritten Bauabschnitt nach dem Neubau und der Sanierung des Bestands würde die bestehende Turnhalle abgerissen, an gleicher Stelle neu errichtet, aber großenteils in den Boden eingelassen – sodass das Dach dieser Turnhalle als Allwetter-Sportplatz gestaltet werden könnte und in den Pausen ebenso für die Schüler zur Verfügung stünde. „Es ist positiv, wenn der Schulhof unterschiedliche Qualitäten aufweist“, meinte der Architekt. Über Kosten wurde noch nicht gesprochen, das Ganze sei mehr eine Idee als ein konkreter Vorentwurf.

Im Gemeinderat zeigten sich die Beteiligten durchaus angetan. Bürgermeister Patrick Ott (ÜWG) fand das präsentierte „Baumassen-Modell“, wie es heißt, „optisch ansprechend“. Ihm gefiel die Idee, den Neubau bei den Parkplätzen aus Stahlbeton zu erstellen und obendrauf die Geschosse aus Holz zu bauen. Es freue ihn, den Schulstandort, „einer der schönsten Standorte im Oberland“, damit erhalten zu können. Sein Fraktionskollege Alexander Lechner sagte: „Der Entwurf gefällt mir sehr gut, wir sollten bald loslegen.“ Christine Kammermeier (SPD) schloss sich an: „Wir kriegen ein wunderbares Schulhaus.“

Anklang fand unter anderem die Tatsache, dass der bestehende Schulhof, weil er künftig ja von drei Seiten von Gebäuden gesäumt würde, zum „Forum“ wird. Zu ihm sollen vom Neubau Sitzstufen hinunterführen. Weiterer Vorteil: Die neue Schule ist, sollte es mal nötig sein, erweiterbar. Im Zweifelsfall könnte der Allwetter-Sportplatz bebaut werden, das Dach der Turnhalle wird auf jeden Fall tragfähig sein.

Umsonst ist das alles freilich nicht zu haben, das war auch den Kommunalpolitikern klar. Nicht ideal ist etwa, worauf Uwe Harfich (SPD) hinwies: dass nämlich, weil die Turnhalle neu errichtet wird, wo sie jetzt schon steht, zwei Jahre keine Turnhalle zur Verfügung stehen wird. Auch über die Erschließung der Baustelle wird man sich noch Gedanken machen müssen. Felix Maiwald (CSU) forderte schon jetzt, dass das über die B 11 zu erfolgen habe.

Mit Bernhard Peck hat die Gemeinde auf einen Architekten zurückgegriffen, den sie schon kennt. Er hat 2004 den ersten Erweiterungsbau an der Schule errichtet, den langgezogenen, einstöckigen Riegel, der quersteht zum Altbau. Aus Holz und Glas. Diese Optik soll jetzt im Neubau fortgeführt werden.

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