Die Josef-Breher-Mittelschule Pullach. Mittelschule Pullach.
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Zukunft ungewiss: Die Pullacher Mittelschule, die vielleicht ausgelagert wird nach Baierbrunn. Weil die Pullacher auf ihrem Gelände die Grundschule neu hochziehen wollen.

Für Gleichberechtigung im Zweckverband ausgesprochen

Bildung im Isartal: Alle wollen mitreden

  • VonAndrea Kästle
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Bei der Baierbrunner Bürgerversammlung wurde die Schulpolitik im Zweckverband angesprochen. Es herrscht eine gewisse Unzufriedenheit damit, dass die Nachbargemeinde Pullach hauptsächlich ihre eigenen Befindlichkeiten in den Blick nehmen würde.

Baierbrunn – Die Pullacher und ihre Schulen – ein Thema, das so einfach nicht zu lösen sein wird. Bei der nachgeholten Bürgerversammlung 2020 in Baierbrunn fand Bürgermeister Patrick Ott (ÜWG) deutlichere Worte denn je; nachdem es so aussieht, dass Straßlach-Dingharting aus dem Zweckverband austritt, meinte er vor rund 60 Besuchern: „Pullach wird sich dran gewöhnen müssen, dass auch andere Gemeinden mitreden.“

Gemeinde sind gleichberechtigt

Die Schule werde von vier „gleichberechtigten Gemeinden“ getragen; weshalb die Überlegungen, die Mittelschule von Pullach zu verlagern nach Baierbrunn, von allen beteiligten Kommunen für gut befunden werden müssen. Ott sagte: „Eine Lösung, die nur die Pullacher Befindlichkeiten im Blick hat, wird von unserer Gemeinde nicht mitgetragen.“

Eine Idee sieht Schule in Baierbrunn vor

Damit könnten die Pullacher durchaus ein Problem bekommen. Sie wollen ja auf dem Gelände der Mittelschule ihre zu klein gewordene Grundschule neu hochziehen. Am Neubau der Mittelschule, der damit auch nötig wird, müssten sich die anderen Kommunen, deren Kinder und Jugendliche die Josef-Breher-Mittelschule besuchen, freilich beteiligen. Es ist eine von mehreren Ideen, die Mittelschule in Baierbrunn neu zu errichten.

Die Pandemie sollte beendet werden

Weitere Themen bei der Versammlung, die in einem Zelt stattfand, das die Gemeinde zusammen mit United Initiators auf dem Gelände des Sport- und Bürgerzentrums eigens aufstellen hat lassen: der Verkehr in Buchenhain, wo der Bereich Forst-, Birken- und Parkstraße regelmäßig zugeparkt wird, die vielen Hunde, die auch in Baierbrunn Gassi geführt werden und für die ein Besucher sich eine Leinenpflicht wünscht. Ein anderer Anwesender hatte ein Anliegen, das sicher viele der Umsitzenden teilten, das aber leider nicht in der Macht der Baierbrunner liegt, umgesetzt zu werden. Er wünschte sich, dass die Pandemie beendet werden soll.

Bunter Wochenmarkt eine schöne Sache

Derweil vermeldete Patrick Ott, dass die Gemeinde, die gerade aufblüht und in der neuerdings unter anderem mittwochs ein bunter Wochenmarkt stattfindet, jedenfalls auf den Gasthof Post als Gasthof verzichten wird müssen. Man habe sich, sagte das Gemeindeoberhaupt, das souverän durch die erste Bürgerversammlung seiner Amtszeit führte, mit dem Gedanken abzufinden, „dass dort nie wieder ein Biergarten sein wird“. Das denkmalgeschützte Gebäude wird derzeit in Wohnungen umgewandelt.

Ärger auf den Isartrails

Weiteres Thema an dem Abend: der Isartrail, der freilich auf Baierbrunner Flur die Isarhänge entlangläuft. Erst kürzlich wieder, berichtete Bürgermeister Ott, hätten Mountainbiker dort unten, in einem der sensibelsten Bereiche der Gemeinde, mithilfe einer Akkusäge eine Rampe angelegt. Altbürgermeisterin Christine Kammermeier (SPD) meinte, Gebietsbetreuer sollten in dem Areal unbedingt die Sportradler aufklären: „Bad Tölz hat sechs bis acht dieser Gebietsbetreuer, wir haben keinen.“

In seinem Rechenschaftsbericht hatte Patrick Ott noch einmal Projekte aufgezählt, die sich die kleine Gemeinde für die allernächste Zeit vorgenommen hat. Unter anderem soll die Umkleide der Fußballer neu errichtet werden, mit zusätzlichen Räumen für Vereine.

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