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Die Altschützen stellen sich bei der Bürgerversammlung vor, vorn Schützenmeisterin Waltraud Jauß (l.) und Helena Benker, dahinter Ingrid Schöll und Stefan Paus.

Bürgerversammlung Baierbrunn

Jugendarbeit bemängelt

Baierbrunn – Vielleicht lag es daran, dass der Beginn schon auf 18 Uhr festgelegt worden war – jedenfalls kamen zur Bürgerversammlung Baierbrunn nicht mal 40 Leute. Wenn man von den Gemeinderäten absieht, die auch da waren, und von den Altschützen, die sich an dem Abend vorstellen durften.

Von den Bürgern wurden nach dem eineinhalb Stunden dauernden offiziellen Teil thematisiert: die schlechte Beleuchtung der Lindenstraße, die geplanten Sanierungsarbeiten dort, die „permanent vollen“ Mülleimer am S-Bahnhof, der schlechte Zustand des Wendehammers am Höllriegelskreuther Weg, eingefrorener Müll in der Biotonne und die schwierige Parksituation am Waldorfkindergarten.

Am Schluss monierte eine Mutter noch im Auftrag der 14-jährigen Tochter, die selbst nicht da war, dass die Gemeinde „nix für Jugendliche macht“. Bürgermeisterin Barbara Angermaier (BIG) erklärte, die Heranwachsenden könnten ihre Wünsche gern schriftlich formulieren und vielleicht mit einer Unterschriftenliste dem Gemeinderat vorlegen. „Ich find’s schön, wenn auch von den jungen Leuten was kommt.“ Im Übrigen betreibe die Gemeinde zusammen mit Schäftlarn einen Jugendtreff, den Postwaggon (in Baierbrunn) und einen Skaterpark (in Schäftlarn).

Ihren eigenen Rechenschaftsbericht hatte die Rathauschefin in einer halben Stunde durch. Das Irritierende dabei: Sie hielt sich fast länger mit dem Winterdienst auf, von dem man ja gar nicht weiß, ob er überhaupt gebraucht werden wird, als etwa bei der Schulerweiterung, die seit zwei Jahren diskutiert und sich inzwischen zu einem echten Problem ausgewachsen hat. Weil gegen zwei von drei möglichen Anbauten am jetzigen Standort, für den der Gemeinderat sich ja ausgesprochen hat, mittlerweile ein Bürgerbegehren angestrengt worden ist. Angermaier sprach das Ganze als „unser Lieblingsthema“ an – und hielt sich damit dann nicht mehr lange auf. Erläuterte nur noch kurz, dass, bis dann mal der Anbau oder ein Neubau steht, Container für den Hort beim Kinderhaus „Denk mit“ aufgestellt werden und auch die Mittagsbetreuung auf der Schulwiese um einen Container erweitert wird.

Ansonsten ging sie ein wenig auf die Finanzen der Gemeinde ein (Gesamtvolumen Haushalt 17,7 Millionen Euro), wobei sie den höheren Rücklagenstand vom vergangenen Jahr anführte und nicht den diesjährigen. Sie stellte das Bauvorhaben Beim Schweigerweg vor, wo auch 16 Wohnungen entstehen, von denen die Hälfte vergünstigt an Einheimische verkauft werden sollen. Die Gemeinde habe, machte sie weiter, einen Wasserbus gekauft für 40 000 Euro und Defibrillatoren, die an verschiedenen Stellen in der Gemeinde aufgebaut und bei Bedarf den Leuten auch noch erklärt werden.

Der Kinderspielplatz Forststraße, der auch vom Waldorfkindergarten genutzt wird, hat einige neue Spielgeräte bekommen, für insgesamt 38 000 Euro. Die Papiertonne, die inzwischen fast 200 Einwohner besitzen, sei ein Erfolg – und werde behalten. Im Januar schließlich wird sich herausstellen, ob die Gemeinde sich anschließen lassen kann an die Geothermie in Pullach.

Es folgten: die Berichte von Polizei und Feuerwehr sowie die muntere Vorstellung der Altschützen Baierbrunn durch ihre Vorsitzende Waltraud Jauß. Die Sieger des diesjährigen Blumenschmuckwettbewerbs bekamen ihre Urkunden, 100 Punkte erreichte wie immer Anneliese Hott und außerdem Anna Zwiefelhofer.

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