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Die Feuerwehr bei der Bürgerversammlung: Gerätewart Marcel Schmeck, Reinhard Löhr, stellvertretender Kommandant, und Kommandant Johann Stockinger (v.r.). Vorn im Bild Joachim Maiwald, Vorstand der Krieger am Ort.

Bürgerversammlung Baierbrunn: 

Glücksgemeinde mit Schattenseiten

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In den ersten elf Monaten dieses Jahres hat die Polizei in Baierbrunn 63 Delikte zu bearbeiten gehabt – 30 weitere, meinte Andreas Aigner bei der Bürgerversammlung, der Chef der zuständigen Polizeiinspektion in Grünwald, seien noch in Bearbeitung. Und die Feuerwehr war von Januar bis November 646 Stunden im Einsatz – eine Woche Arbeit bedeutete das für jeden der etwa 20 Floriansjünger, wie Kommandant Johann Stockinger erläuterte.

Baierbrunn – Eine der erfreulichsten Nachrichten vielleicht vorweg: Nach einer doch kleinen Einbruchserie vor zwei Jahren, bei der Diebe in sieben Wohnungen oder Häuser eingedrungen waren, wurde bislang in diesem Jahr nur dreimal eingebrochen im Gemeindegebiet. Und: In allen drei Fällen blieb es beim Versuch. Aigner rief die rund 60 Besucher dazu auf, ihre Häuser vor allem „mechanisch zu sichern“, teure Alarmanlagen seien gar nicht so wichtig. Und: Wer Wilhelm heißt oder Kreszentia, also einen Vornamen hat, der auf ein eher hohes Alter schließen lässt, der trägt sich besser nur mit Nachnamen im Telefonbuch ein.

Weitere Zahlen: Delikte mit Körperverletzungen gab es heuer fünf – so viele auch deshalb, weil ein Ehepaar sich nicht im Guten getrennt hat. Diebstahl wurde in zwölf Fällen verübt, Vermögensdelikte kamen 14 vor. Dreimal hatten die Beamten mit Trickbetrug zu tun, elf Sachbeschädigungen kamen vor. Darunter einige Fälle von Graffiti, die Sprayer wurden inzwischen allerdings gefasst. Es sind zwei junge Männer, von denen, wie Aigner berichtete, einer dem linken Spektrum zuzuordnen ist, der andere aus der rechten Szene kommt. Zweimal wurden Rauschgiftdelikte verfolgt.

Auf 1000 Einwohner kommen in der Gemeinde am Isarhochufer 33,15 Straftaten – ein paradiesischer Zustand. Landkreisweit liegt die Quote bei 38, in München, der „sichersten Hauptstadt Europas“, bei 80. Aigner konnte entsprechend nur eine schöne Adventszeit wünschen.

Derweil war die Feuerwehr auch heuer wieder viel auf den Straßen im Einsatz, um Bäume von Fahrbahnen zu räumen und bei Unfällen zu helfen. Gebrannt hat es seit Januar auch, in Pullach und in Schäftlarn. Fünf Einsätze hatten die Floriansjünger im Sommer an der Isar, um unverantwortliche Schlauchbootfahrer zu suchen oder zu retten. „Das ist grausam, was wir da an Zeit verbringen“, sagte Stockinger. Besonders war ein Einsatz im November. Da mussten die Feuerwehrler eine Gartentür mit dem Bolzenschneider aufschneiden, ein kleiner Junge hatte sich den Finger so blöd eingeklemmt, dass er anders nicht rauszukriegen war.

460 Übungsstunden haben die Mitglieder der freiwilligen Truppe heuer zusätzlich abgeleistet, und die Jugendgruppe, die seit 2015 besteht, hat beim Kreisjugendfeuerwehrtag schon einen dritten Platz belegt. Fazit: „Wir brauchen immer Unterstützung“.

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