Drei Mitarbeiter weg: Unruhe im Rathaus Baierbrunn

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Baierbrunn  - Im schönen Baierbrunner Rathaus, das in einem alten Bauernhaus untergebracht ist, kehrt einfach keine Ruhe ein. Geschäftsleiter Markus Stark hat im Frühjahr seine Versetzung beantragt; Kämmerin Diana Lischka wird ebenfalls gehen. Jetzt hat auch Bauamtsleiter Richard Schmidt gekündigt.

 Damit verliert Bürgermeisterin Barbara Angermaier (BIG) innerhalb kürzester Zeit ihre wichtigsten drei Mitarbeiter. „Ich bin traurig“, meinte sie gestern, „aber ich respektiere die Entscheidung von Herrn Schmidt“. Sie werde sich bemühen, qualifizierten Ersatz zu finden. Schmidt, der mit seiner netten Art nicht unwesentlich zum angenehmen Klima bei den Gemeinderatssitzungen in Baierbrunn beigetragen hat, geht, wie er selbst sagt, mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Er fängt am 4. Oktober an in Straßlach-Dingharting, wieder als Bauamtsleiter. Auch Lischka, deren befristeter Arbeitsvertrag von Angermaier nicht verlängert worden ist, wechselt dorthin – von der zweitkleinsten Gemeinde im Landkreis in die kleinste. Er freue sich noch einmal auf eine neue Herausforderung, sagt Richard Schmidt (44), der Architekt ist und 2006 in die Verwaltung ging. Erst im Landratsamt Bad Tölz-Wolfratshausen war, dann in Pullach, im November 2013 schließlich nach Baierbrunn kam, wo er als Bauamts-Chef mit allen möglichen Belangen zu tun gehabt hat. Verkehrssicherheit und Straßenbau fielen ebenso in seinen Bereich wie der Denkmalschutz oder das Wasserwerk. In Straßlach-Dingharting wird sich der Familienvater, der in Sauerlach wohnt, mehr auf seine Kernkompetenz konzentrieren können – auf baurechtliche Angelegenheiten. „Das liegt mir ganz gut.“ Er habe einen guten Eindruck von den künftigen Kollegen dort. Ihm wurde jede Unterstützung zugesichert. Trotzdem – leicht ist ihm die Entscheidung, noch einmal im Job neu anzufangen, nicht gefallen. „Wir haben es hier geschafft, ein tolles Team aufzubauen“, er sei auch in Baierbrunn damals vor drei Jahren sehr freundlich aufgenommen worden. Die Rathauschefin sei engagiert, sie „will was erreichen in der Gemeinde“. Aber: „Markus Stark hört auf, Diana Lischka wurde nicht verlängert, da habe ich mich gefragt: Was passiert hier in Zukunft?“

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