Feuerwehreinsatz
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Wenn es nach SPD-Gemeinderat Uwe Harfich geht, könnte sich Schäftlarn an der neuen Drehleiter für die Baierbrunner Feuerwehr finanziell beteiligen. (Symbolfoto)

Schäftlarn soll mitzahlen

Neue Drehleiter für Baierbrunner Feuerwehr: SPD-Rat regt finanzielle Beteiligung der Nachbargemeinde an

  • VonAndrea Kästle
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Immer wieder gab es Diskussionen, ob Baierbrunn es sich leisten kann, der Feuerwehr eine neue Drehleiter zu beschaffen. Denn die Gemeinde ist knapp bei Kasse. Jetzt kam im Gemeinderat der Vorschlag auf, man könnte doch die Nachbarkommune Schäftlarn um Beteiligung bitten.

Baierbrunn - Uwe Harfich von der SPD fragte nach, ob sich nicht vielleicht die Schäftlarner an der neuen Drehleiter, die Baierbrunn nach langem Überlegen für seine Löschtruppe bereitstellen wird, beteiligen können? Harfich meinte zum einen: „Wir wollen die Feuerwehr stärken und alles tun, um ein zeitgemäßes Fahrzeug auf die Beine zu stellen.“ Aber gleichzeitig regte er eben auch an, sich vielleicht mit den Nachbarn im Süden mal kurzzuschließen. „Die verlassen sich darauf, dass wir eine Drehleiter haben“, als „kleinste Gemeinde im Landkreis“ stemme man damit eine sehr große Anschaffung. „Mehr als nein können die Schäftlarner nicht sagen.“

Vorschlag dringt nicht durch

Aber mit seiner Idee drang er im Gremium nicht durch. Die ÜWG meinte, der Vorschlag von ihm sei „nicht praktikabel“, wie Gisela Gojczyk es formulierte. Und Bürgermeister Patrick Ott sagte, er könne zwar deshalb mal bei der Nachbarfeuerwehr anklopfen, jedoch: „Die Schäftlarner unterstützen uns ihrerseits ja mit einem Boot für die Isar.“ Und: „Zwischen Feuerwehren ist es guter Usus, dass man einander hilft.“ Von den rund 115 Großeinsätzen, die letztes Jahr angefallen sind in Baierbrunn, hätten auch nur 25 in Schäftlarn stattgefunden. „Was sollen wir von denen also verlangen?“

Groß diskutiert darüber, dass die Drehleiter, die im Vorfeld auch umstritten gewesen ist, nun gekauft werden soll, wurde nicht mehr. Alle waren sich einig, dass die Gemeinde die Investition ausschreiben soll. Rund 500 000 Euro stehen dafür zur Verfügung, die Feuerwehr, die vor kurzem erst ausgestattet worden ist mit einem neuen HLF 20, hätte auch schon ein Fahrzeug im Auge, das ihr besonders zusagen würde. 225 000 Euro kämen über Zuschüsse wieder herein.

Christine Zwiefelhofer (ÜWG) wollte dann nur noch sicherstellen, dass nun, bis das neue Fahrzeug da ist, in die alte, einst in Unterhaching erworbene Drehleiter nicht mehr viel reingesteckt wird. „Ich will da nichts mehr investieren.“ Klar, kleine Reparaturen würden noch ausgeführt, bestätigten anwesende Feuerwehrleute, aber ein Rundum-Service an dem auszurangierenden Auto würde natürlich nicht mehr gemacht.

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