26 Vereine mit Fahnen haben sich zum Gaufest angemeldet gehabt - und nahmen auch am Gottesdienst teil.
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26 Vereine mit Fahnen haben sich zum Gaufest angemeldet gehabt - und nahmen auch am Gottesdienst teil.
Der Baierbrunner Bürgermeister Wolfgang Jirschik (ÜWG) mit Amtskette und Wirtschaftsministerin Ilse Aigner nach dem Gottesdienst.
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Der Baierbrunner Bürgermeister Wolfgang Jirschik (ÜWG) mit Amtskette und Wirtschaftsministerin Ilse Aigner nach dem Gottesdienst.
Jetzt auf zum Essen: Zug vom Gottesdienst ins Festzelt.
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Jetzt auf zum Essen: Zug vom Gottesdienst ins Festzelt.
Fürs Gaufest haben sich die Georgenstoana ihre Fahne restaurieren lassen. Jetzt wurde sie von Pfarrer Vogelsang beim Gottesdienst noch einmal geweiht.
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Fürs Gaufest haben sich die Georgenstoana ihre Fahne restaurieren lassen. Jetzt wurde sie von Pfarrer Vogelsang beim Gottesdienst noch einmal geweiht.
Ehrengäste: Prinz Luitpold von Bayern und Annette Ganssmüller-Maluche, SPD-Kandidatin für die Landtagswahlen im Norden.
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Ehrengäste: Prinz Luitpold von Bayern und Annette Ganssmüller-Maluche, SPD-Kandidatin für die Landtagswahlen im Norden.
Zum Abschluss noch die Bayern-Hymne: Gemeinderat Josef Ketterl, CSU, singt mit.
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Zum Abschluss noch die Bayern-Hymne: Gemeinderat Josef Ketterl, CSU, singt mit.
Später wurde sie im Leiterwagerl zum Festzelt kutschiert: Anna-Lea, 2, eins der jüngsten Mitglieder der Seeröserl aus Ammerland-Münsing.
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Später wurde sie im Leiterwagerl zum Festzelt kutschiert: Anna-Lea, 2, eins der jüngsten Mitglieder der Seeröserl aus Ammerland-Münsing.
Kommunion unter freiem Himmel: Pfarrer Johannes Vogelsang.
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Kommunion unter freiem Himmel: Pfarrer Johannes Vogelsang.

Loisachgaufest

Tausende Trachtler feiern in Baierbrunn 

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In bester Stimmung ist am Sonntag das Gaufest in Baierbrunn zu Ende gegangen. Höhepunkt war der Festumzug, an dem sich rund 2600 Trachtler aus dem Oberland beteiligten, mit 20 Musikkapellen.

Baierbrunn - Entlang der Strecke, die der Umzug nahm, standen die Baierbrunner in Grüppchen zusammen, viele von ihnen auch in Dirndl oder Lederhosn. Winkten ihren Besuchern zu, vor allem aber wurde viel fotografiert. Manche hatten vor ihren Häusern Tischchen aufgebaut – und tranken Sekt.

Prinz Luitpold gibt sich die Ehre

Dabei hatte der Festtag mit prominenten Gästen begonnen, zum Gottesdienst unter freiem Himmel auf der Wiese hinterm Rathaus waren auch Ilse Aigner (CSU) und Prinz Luitpold von Bayern gekommen, den die die stellvertretende Ministerpräsidentin in ihrem kurzen Grußwort als „königliche Hoheit“ bezeichnete. Der Wittelsbacher ist bekanntlich Inhaber der Schlossbrauerei Kaltenberg, deren Bier im Festzelt ausgeschenkt worden ist. Die Wirtschaftsministerin, die selbst einen Schalk trug und sich damit bestens ins Bild fügte, das die Wiese voller Trachtler bot, meinte, es seien die Gebirgstrachtenerhaltungsvereine, die den „Mythos Bayern“ prägen würden. Neben den Königsschlössern freilich, wie sie anmerkte mit Blick auf den Prinzen. 

Der wiederum saß mit Sonnenbrille und im Janker neben Annette Ganssmüller-Maluche, der SPD-Landtagskandidatin im Stimmkreis Nord. In einem Nebensatz wurde Aigner, die nach der Messe kurz aufs Podium mit dem provisorischen Altar gekommen war, auch noch politisch. Sie sagte, der Freistaat befinde sich „in einer schwierigen Phase. Es geht darum, das Land mit Recht und Ordnung zu versehen“.

Pfarrer Vogelsang predigt

Derweil hatte Pfarrer Johannes Vogelsang eine eher hemdsärmlige Predigt gehalten und dabei teils auch Bayerisch gesprochen. Am Schluss sagte er, wer an Gott glaube, glaube an die Zukunft, „und wer an die Zukunft glaubt, dem gehört sie auch“. Dann betete er, ehe die Versammelten die Bayern-Hymne sangen, dafür, dass wir uns nicht in den Schmollwinkel dieser Erde zurückziehen und darauf warten, dass die Welt untergeht. Es folgte: eine neuerliche Segnung der Fahne der Baierbrunner Georgenstoana, die Vorstand Richard Händl zur Feier des Gaufestes eigens restaurieren hatte lassen. Der Festzug begann dann pünktlich um 14 Uhr, nachdem sich Gastgeber und Gäste zu einem gemeinsamen Mittagessen ins Festzelt zurückgezogen hatten. Angeführt wurde er von berittener Polizei. 

Viele Musikkapellen

Wo man auch stand, um die 27 Trachtenvereine und damit sämtliche Vereine, die dem Loisachgau angehören, sowie diverse Baierbrunner Ortsvereine an sich vorbeiziehen zu lassen – man hörte immer in etwa zwei, drei Musikkapellen gleichzeitig spielen. Den Vereinen gingen jeweils ihre Taferlbuam voraus. Ganz kleine Kinder wurden im Leiterwagerl mitgezogen, und ältere Semester ließen sich in Gespannen die 2,8 Kilometer lange Route vorbei an Bahnhof und Maibaum bis zum Ortsausgang auf der B 11 und wieder zurück ziehen. 40 Minuten dauerte es, bis sämtliche Gruppierungen an einem vorbeispaziert waren. Zwischendurch krähte mal ein Hahn – und man hörte, wenn mal grade keine Kapelle spielte, das Klacken der Trachtenschuhe auf dem Asphalt. Gegen halb vier Uhr dann klang das Spektakel, das das kleine Baierbrunn vier Tage in den Ausnahmezustand versetzt hat, bei Ehrentänzen im Zelt aus.

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