Ein Verkehrsschild weist auf eine Tempo-30-Zone hin
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Für Tempo 30 auf der B11 setzt sich der Gemeinderat Baierbrunn ein.

B 11

Baierbrunn will Tempo 30 auf der Bundesstraße

  • VonAndrea Kästle
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Zweimal schon haben die Grünen in Baierbrunn den Antrag gestellt, das Tempo au der B11 zu drosseln auf höchstens 30 km/h. Was die Gemeinde allerdings selbst nicht in der Hand hat, da es sich um eine Bundesstraße handelt. Jetzt, beim dritten Anlauf, hat sich das Gremium mehrheitlich den Initiatoren angeschlossen.

Baierbrunn - Die Verwaltung wurde beauftragt, eine Geschwindigkeitsbegrenzung zwischen alter Kirche und der Einmündung zur Forstenrieder Weg zum „Dauerthema“ beim Straßenbauamt zu machen. „Die Sicherheit unserer Schulkinder und anderer Fußgänger sollte zumindest wichtig genug sein, um hier zum Wohl der Dorfgemeinschaft tätig werden zu können“, hatte die Fraktion von Robert Gerb ihren Antrag begründet. In der Sitzung meinte Peter Tilmann: „Ich finde es überaus zynisch, dass anscheinend erst etwas passieren muss, ehe hier die erlaubte Höchstgeschwindigkeit heruntergesetzt wird.“ In der Tat sind die Verkehrsverhältnisse im Baierbrunner Ortskern rund um den Maibaum nicht besonders übersichtlich. Der Radlweg ist nicht wirksam von der Straße getrennt, zudem verläuft er nur auf einer Seite. Gleichzeitig halten hier viele Autofahrer, um schnell zum Bäcker oder zur Post zu gehen.

Kritik an Autofahrern: „Die fahren volle Kanne“

„Wir wollen alle 30“, fasste im Lauf der Diskussion Alexander Lechner, ÜWG, die Meinungslage im Gremium zusammen. Christine Kammermeier, SPD, ging es dabei vor allem um die Sicherheit der Radfahrer, Robert Gerb, Grüne, ärgert sich vor allem darüber, dass die Autofahrer so unvernünftig seien: „Die fahren volle Kanne.“

Letztlich einigte man sich auf den Vorschlag von Christian Kaldenbach, ÜWG, bei jeder Ortsbegehung mit der Polizei oder anderen Zuständigen von Neuem „nachzufragen“, wie es denn nun stünde mit Tempo 30: „Wir sollten das als Standardthema immer auf der Liste haben.“

ÜWG-Gemeinderätin: „Ich will es einfach nicht“

Nicht sinnvoll fand das Ganze lediglich Christine Zwiefelhofer (ÜWG). Sie könne es nicht nachvollziehen, meinte sie, warum für den kleinen Teilabschnitt auf der B 11 zwischen den Ampeln im Zentrum eine eigene Geschwindigkeitsregelung gelten soll: „Der Antrag ist jetzt zum dritten Mal auf der Tagesordnung, ich will es einfach nicht. Man soll auch mal die Kirche im Dorf lassen.“

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