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Vor dem Altar: Der Grasbrunner Dreigsang und der Triangel-Dreigsang.

In der Kirche

Bairische Adventsstunde in Grasbrunn

Grasbrunn – „Nicht nur wir Musikanten sondern auch der Liebe Gott hat es dreistimmig am liebsten.“ Mit diesen Worten forderte Peter Krebiehl die rund 150 Besucher der Bairischen Adventsstunde in der Kirche St. Ulrich Grasbrunn auf, mitzusingen.

Nicht nur das ist Tradition beim Adventsabend, sondern auch die Zusammensetzung der Künstler. Allerdings war die Solistin Getraud Strasser verhindert. So sprang Harfenistin Sophie Kreuzer ein und war mit ihrem zarten und einfühlsamen Spiel weit mehr als ein Ersatz. 

Die Treue der Besucher ist für Krebiehl der Beweis dafür, „dass wir es richtig machen“. Dazu gehören ebenso die von Matthias Holzbauer vorgelesenen Geschichten, die auch in diesem Jahr in wunderbarer bayrischer Mundart kamen. Ein absolutes Muss, um das bayerische Empfinden original wiederzugeben, wie Krebiehl feststellte Dabei waren in den drei Texten viele versteckte Ermahnungen für mehr Gemeinsamkeit und weniger Rücksichtslosigkeit, beispielsweise wenn er feststellt: „Wir haben zu viele Wirte von Bethlehem in unserer Welt.“

Der Abend begann mit dem Klarinettenquartett und der Stubnmusi, ehe Triangel-Dreigesang, Grasbrunner Dreigesang und die Saitnmusi, teilweise auch gemeinsam, den Abend gestalteten. Ein besonderes Schmankerl war die Okarina-Musi, denn diese Kugelflöte wird eher selten gespielt.

Ein Konzert ohne Applaus des Publikums ist ungewöhnlich und eher ein schlechtes Zeichen. Nicht so in Grasbrunn, denn dort gibt es auf Wunsch der Musiker nicht einmal einen Schlussapplaus. Stattdessen gehen alle Besucher nach dem gemeinsam gesungenen Andachtsjodler still aus der Kirche zum Vorplatz, wo bereits die Feuerwehr mit heißem Punsch wartet. Und bei Plätzchen der Grasbrunner Frauen gab es ein besinnliches Ausklingen dieser perfekten Einstimmung auf Weihnachten. kp

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