„Du Königin im Wurstrevier“: Die Münchner Turmschreiber (v.l.) Josef Fendl, Monika Pauderer und Herbert Schneider. Foto: michalek

Bayerisches von Herzen

Ismaning - Genüsslich-humorvoll präsentierte sich bayerische Lebensart in der Lesung mit den Turmschreibern Herbert Schneider, Monika Pauderer und Josef Fendl bei der CSU Ismaning.

Und wäre da nicht das grelle Licht der „Yoghurtbecher“-Leuchten, er wäre ein richtig griabiger Abend in der voll besetzten Hainhalle gewesen. Für gute Stimmung war aber allein schon mit dem Trio auf dem Podium gesorgt. Herbert Schneider pries die Weißwurst: „Du Königin im Wurstrevier, du schön gekurvte Tellerzier, lass dir den weißen Hermelin von deinen zarten Schultern ziehn! So zeigt sich erst dein ganzer Charme. Dein sanfter Atem fächelt warm, grün schimmert’s durch (als wir am Nil), dies Grüne, das ist Petersil.“

Die Mundartlesung der Münchner Turmschreiber zauberte ein Lächeln auf die Gesichter im Publikum. Zur Freude der Initiatorin des Abends, der ehemaligen Gemeinderätin Marianne Sendlbeck, und der Organisatorin Barbara Brehmenkamp.

Denn Bayerisches birgt Fröhliches. Wie Josef Fendls muntere Geschichte vom Bayern beweis, der angesichts der Frage, ob er die gerade vorgetragene Lyrik kenne, meint: „Nein. So besoff’n bin I scho lang nimma gewesn.“ Tja, nicht jeder versteht schöne Worte richtig. Wie damals, als zu Führers Geburtstag beflackt werden sollte und die Hausbesitzer auf einem Pappdeckel schrieben: „Mia flacka im Bett.“

Aus dem Hier und Jetzt hatte Turmschreiberin Monika Pauderer Wissenswertes mitgebracht. Beispielsweise die Erkenntnis für das Töchterlein, dass sie kein besseres Goldstück finden könnte als einen Feuerwehrmann: Der putzt, kocht, macht’s Bett und folgt aufs Wort. Vor allem aber „ist er nicht viel daheim“. agm

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