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Bebauungspläne in Pullach zum Teil veraltet - Agenda plädiert für eine Überprüfung

Pullach - Die gemeindlichen Bebauungspläne mit ihren Vorgaben für Bauanträge in Pullach sollen auf den Prüfstand.

Dafür hat Justus Thyroff, Architekt und Sprecher des Arbeitskreises Ortsentwicklung und Natur der örtlichen Agenda 21, im Bauausschuss plädiert: „Ich stelle immer wieder fest, dass die Bebauungspläne mittlerweile sehr, sehr alt sind und heutigen Anforderungen nicht mehr ganz gerecht werden können.“ Laut Thyroff ist die Mehrzahl dieser Bauvorschriften in den 1960er bis 1980er Jahren aufgestellt worden und ist damit schon älter als 30 Jahre. Zum Teil fehlen wesentliche Festsetzungen wie Art und Maß der Nutzung, zum Teil seien bebaubare Grundstücksflächen nicht nachvollziehbar festgelegt. Dem Agenda-Arbeitskreis gehe es bei einer eventuellen Überarbeitung in der Sache aber auch um ökologische Aspekte.

Gemeinderat Walter Mayer (CSU), Korreferent für Bau- und Ortsplanung, gab ihm grundsätzlich recht: „Die Bedürfnisse wandeln sich ständig.“ Daher prüfe der Bauausschuss regelmäßig, ob ein Bebauungsplan geändert werden sollte. Den Beweis dafür lieferten die Ausschussmitglieder bereits zu Beginn der Sitzung, als sie sich mit einem Bauvorhaben an der Tiroler Straße mit einer überlangen Garagenzufahrt von knapp 50 Metern befassen mussten. Wegen der überdurchschnittlich großen Versiegelung des Grundstücks und der Beeinträchtigung der Nachbarn durch den Schadstoffausstoß beim Wenden der Fahrzeuge lehnten die Ausschussmitglieder den Antrag ab. Gleichzeitig entschieden sie, den Bebauungsplan zu ändern, um künftig ähnlichen Ansinnen einen Riegel vorzuschieben.

Eine Veränderungssperre, die vom Gemeinderat noch erlassen werden soll, könnte dies schon in Kürze sicherstellen. (mos)

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