Befreit aufspielen und zwei wichtige Punkte mitnehmen

- VON UMBERTO SAVIGNANO Unterhaching - Es herrscht reges Gedränge um den Einzug in die Top-Ligarunde der Volleyball-Bundesliga: Am letzten Spieltag der Vorrunde kämpfen immer noch vier Teams um die letzten zwei freie Plätze unter den ersten sechs, und damit um die vorzeitige Play-off-Qualifikation. Der TSV Unterhaching, derzeit Vierter, hat diese bereits in der Tasche, anders als der Moerser SC, der mit einem Sieg über die Hachinger am Samstag (19.30 Uhr) den Sprung nach oben noch schaffen will. "Für Moers ist es das Spiel des Jahres", weiß Unterhachings Trainer Mihai Paduretu.<BR>

<P>Mihai Paduretu verspricht den Moerser Konkurrenten aus Leipzig, Mendig und Wuppertal, dass sein Team die Partie genauso ernst nehmen werde wie alle bisherigen. "Es braucht sich niemand Sorgen um Wettbewerbsverzerrung machen", so der Unterhachinger Trainer. "Wir wollen nicht, dass uns die Leute was nachsagen. Wir nehmen das Spiel völlig ernst, mit Videostudium und Anreise am Tag davor", bestätigt Kapitän Michael Mayer, dass die Mannschaft in Moers erneut an ihre Grenzen gehen will. Mehr als die Nöte der Wackelkandidaten für die Top-Ligarunde interessiert die Hachinger dabei allerdings der eigene Vorteil. "Wir brauchen die Punkte, die zählen schließlich weiter", stellt Paduretu klar, worum es ihm vor allem geht. In der zweiten Saisonphase wird ja um die Ausgangspositionen für die K.o.-Runde gerungen. Hält Unterhaching bis dahin mindestens Rang vier, hat der Klub in einem möglichen Viertelfinal-Entscheidungsspiel Heimrecht. Diese Chance wollen die Hachinger nutzen.<P>Beim Aufsteiger in Moers zu bestehen, wird jedoch alles andere als einfach. Libero Matthias Kolley muss wegen einer Fingerverletzung mit einer Schiene antreten. Dass er durchhält, sei nicht gewiss, so Paduretu, dem auch zwei kranke Reservisten Sorgen bereiten: Toralf Zumach fehlt sicher, Gerrit Zeitler wird wohl trotz Erkältung mitfahren. Paduretus größtes Problem heißt allerdings Georg Grozer junior: Der Sohn der gleichnamigen Volleyball-Legende ist derzeit bester Spieler in der Bundesliga. "Das wird sein letztes Jahr in Deutschland sein", prophezeit Hachings Trainer dem Moerser Diagonalspieler eine Profikarriere im Ausland.<P>Paduretu: "Das ist das Spiel Grozer gegen Haching" Paduretu verhehlt nicht seinen enormen Respekt vor dem 20-Jährigen, der eine Partie allein entscheiden kann: "Das ist das Spiel Grozer gegen Haching."<P>

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