Über das Qualitätssiegel für die integrativen Kindergruppen des BSV freuen sich neben den Kindern (hinten, v.l.): Aleksandar Dordevic, Behindertenbeauftragter des Landkreises, Georg Steibl, Vizepräsident Behinderten-Sportverband Bayern, Heinz Hagen, BSV-Vorsitzender, Landtagsabgeordnete Natascha Kohnen, Projektleitern Stefanie Mörbt und Nicole Beppler vom BVS. foto: robert brouczek

Behinderten-Sportverein erhält Auszeichnung für integrative Sportschule

Unterhaching - „Sport für alle“ hat sich der Behinderten- und Versehrten-Sportverein (BVS) Neubiberg-Ottobrunn auf die Fahnen geschrieben. Für seine integrativen Kindergruppen erhielt der Verein jetzt ein Qualitätssiegel.

„Die Auszeichnung zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, meint BSV-Vorsitzender Heinz Hagen. Die Abkürzung „EISs“ war bei der Feier in der Unterhachinger Robert-Lesch-Schule überall zu sehen, auch auf den T-Shirts der Kinder. Das Kürzel steht für „Erlebte Integrative Sportschule“. So darf der Verein seine Angebote jetzt offiziell nennen. Ziel ist es, dass Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam Sport treiben.

„Der Spaß an der Bewegung und die individuelle Förderung jedes Einzelnen sind uns ganz wichtig“, erklärte Stefanie Mörbt. Die Ergotherapeutin engagiert sich seit mehr als zehn Jahren als Übungsleiterin im BSV und koordiniert die integrativen Angebote für Kinder. Der Startschuss hierfür erfolgte im Januar 2009. Neben der bestehenden Bewegungstherapie und einer Wassersportgruppe nahm der Verein verstärkt Kinder in den Blick. Mörbt initiierte eine erste integrative Sportgruppe, im Sommer dieses Jahres folgte die zweite.

Wie kreativ und spielerisch es dabei zugeht, zeigte den Besuchern der Verleihung ein Video des BSV. Bis Georg Steibl, Vizepräsident des Behinderten-Sportverbands Bayern, das Qualitätssiegel überreichen konnte, war nicht nur in der Turnhalle Einsatz gefragt. Die integrativen Sportschulen hat der Verband im Jahr 2009 ins Leben gerufen, um die Integration behinderter Kinder zu fördern. Wer sein Angebot „EISs“ nennen möchte, muss nicht nur Mitglied im Verband sein, sondern auch barrierefreie Sporthallen bieten. Besonders wichtig sind qualifizierte Übungsleiter. Neben Projektleiterin Stefanie Mörbt übernehmen diese Aufgabe Eva Beiner und Anja Blüml.

Mit dem Prädikat gab es für den BVS viele lobende Worte. Bürgermeister Wolfgang Panzer (SPD) freute sich, dass der Verein in Unterhaching aktiv ist. Denn die insgesamt 16 Kinder der zwei integrativen Sportgruppen treffen sich einmal die Woche in der Erwin-Lesch- sowie in der Hachinger-Tal-Schule.

Zurücklehnen wollen sich die Aktiven des BSV noch lange nicht, gilt das Qualitätssiegel doch zunächst nur zwei Jahre. „Es gibt viele unterschiedliche Wege, die zum Ziel führen“, betont Mörbt in der integrativen Arbeit gerne. Doch die eingeschlagene Richtung ist für die Projektleiterin klar: Das Kürzel „EISs“ soll auch nach zwei Jahren alles andere als vergessen sein.

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