Beim Karlsruher SC ist für Köstner Schluss

- Unterhaching (sid) - Trainer Lorenz-Günther Köstner, der mit der SpVgg Unterhaching seine größten Erfolge feierte, ist als Trainer des Karlsruher SC beurlaubt worden. Der abstiegsbedrohte Fußball-Zweitligist Karlsruher SC hat damit eine Woche nach Ende der Hinrunde auf die sportliche Talfahrt des Zweitligisten reagiert.<BR>

Wer den KSC nun vor dem erneuten Sturz in die Drittklassigkeit bewahren soll, ist noch nicht klar. Als Kandidaten gelten die Ex-KSC-Spieler Bruno Labbadia, derzeit bei Regionalligist Darmstadt 98 unter Vertrag, und Wolfgang Rolff, der als Co-Trainer beim deutschen Meister und Pokalsieger Werder Bremen auf der Bank sitzt. Der Verein will sich allerdings Zeit lassen bei der Nachfolger-Suche. "Wir werden uns für eine so wichtige Entscheidung die notwendige Zeit nehmen. Es kommt, da wir uns in der Winterpause befinden, momentan nicht auf einen Tag an. Zum Trainingsauftakt wollen wir einen neuen Trainer präsentieren", sagte KSC-Präsident Hubert Raase.<P>Köstner hatte noch einen Vertrag bis Juni 2006. Die Entlassung des 52-Jährigen, der seit Oktober 2002 beim KSC als Nachfolger von Stefan Kuntz arbeitete und in der Hinrunde mit seiner Mannschaft nur vier Siege geholt hatte, ist die vierte der laufenden Zweitliga-Saison und die 296. seit 1981. Zuletzt hatte Trainer Rudi Bommer Anfang Dezember bei München 1860 seinen Job verloren.<P>Überraschend kam die Beurlaubung des früheren Unterhachingers indes nicht. Bereits am Freitag hatte sich das Präsidium getroffen, um über die Zukunft des Coaches zu beraten. Eine Entscheidung wurde aber vertagt. Daraufhin hatten die Fans die Führungsspitze im Internet unter anderem als "Eiertänzer" bezeichnet. Sportlich wird es für die Karlsruher auch mit einem neuen Trainer ganz schwer. Im letzten Hinrundenspiel hatte es noch eine 1:4-Niederlage bei Energie Cottbus gesetzt. In den letzten drei Spielen, die allesamt verloren gingen, kassierte der KSC elf Gegentore. Insgesamt hat der frühere Uefa-Cup-Teilnehmer erst vier Siege eingefahren und liegt mit 17 Zählern auf einem Abstiegsrang.<P>

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