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Im Garten ist es passiert: Ein acht Millimeter dicken Metall-Zacken bohrt sich durch den Flip-Flop des 41-Jährigen. Fotos: Gerald Förtsch

Feuerwehrmann steigt in Gartenwerkzeug

Beinhart: Hochbrücker flext sich Harke vom Fuß

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Andreas Werkheiser ist ein Mann der Tat. Das steht seit Mittwoch außer Frage. Beim Gärtnern im heimischen Grün ist der 41-Jährige aus Hochbrück in eine Harke gestiegen. Einer der rund acht Millimeter dicken Metall-Zacken bohrte sich durch den Flip-Flop tief in seinen linken Fuß – und blieb dort stecken. Mit einer Flex schnitt er die Harke kurzerhand selbst los.

Hochbrück – „Das war ein Riesenschmerz“, sagt Werkheiser, der bei der Freiwilligen Feuerwehr ist. Zwar alarmierte er über den Notruf seine Kollegen. Doch wirklich helfen konnten sie ihm auch nicht. Einfach raus ziehen ließ sich die Harke nicht. So fest hatte sie sich in den Fuß gebohrt. Rund 20 Minuten steckte das Garten-Werkzeug in seiner Sohle. Irgendwann waren die Schmerzen so groß, dass Werkheiser nicht mehr auf den Notarzt warten wollte. Und so schritt er zur Tat.

Zuerst habe man noch gescherzt, erzählt David Ward, der Kommandant der Hochbrücker Wehr: „Mach‘s doch selber.“ Gesagt, getan. Werkheiser griff sich die Flex und durchtrennte den Metallzacken, ganz ohne Betäubung. Als gelernter Schlosser wusste er freilich, was er macht. Die Harke war er damit los, der Metallstift steckte jedoch weiterhin im Fuß.

Also ging’s mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus, wo das Metallteil entfernt wurde. Dabei stellte sich heraus, dass das Missgeschick im heimischen Garten einigermaßen glimpflich ausgegangen war. So wurden zwar Sehnen verletzt, aber kein Knochen getroffen oder gebrochen. Nach zwei Tagen im Krankenhaus durfte Werkheiser wieder nach Hause. Seinen durchbohrten Fuß muss er jetzt allerdings erst einmal sechs Wochen mit einem Spezialschuh ruhigstellen.  fp

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