BMW rauscht in die roten Zahlen - Verlust schlimmer als befürchtet

BMW rauscht in die roten Zahlen - Verlust schlimmer als befürchtet

Berlin war einen kleinen Tick besser

- TSV verliert dramatisches Spiel 2:3

Unterhaching - Ein Unentschieden ist im Volleyball ein Ding der Unmöglichkeit, und so gab es auch in dem hin und her wogenden Bundesliga-Spitzenspiel zwischen dem TSV Unterhaching und dem SCC Berlin einen Sieger. Dass dieser aus der Hauptstadt kam, war sicherlich eine Enttäuschung für die Hachinger, aber keineswegs ein ungerechter Ausgang. Denn nach ihrer 2:3-Niederlage im Pokalwettbewerb waren die Berliner fast logischerweise am Zug, um die Bilanz zwischen diesen zwei ebenbürtigen Teams auszugleichen. Und so musste sich diesmal der TSV nach 102 Minuten voll Kampf und Dramatik mit 2:3 (15:25, 25:21, 21:25, 25:23, 12:15) geschlagen geben.

"Berlin und wir sind genau gleich stark. Da ist wirklich kein Unterschied", sah sich Hachings Mittelblocker Ben Ibata durch den engen Spielausgang in seiner Meinung bestärkt, wie nahe das Potenzial der Konkurrenten um den zweiten Platz in der Bundesliga beieinander liegt. Allerdings blieben Ibata und Co. den spielerischen Beleg dafür im ersten Satz noch schuldig. Mit 15:25 wurden sie vorgeführt, und das aus zwei Gründen. "Wir hatten nach der Pokal-Niederlage noch eine Rechnung offen und waren richtig heiß", erklärte Berlins finnischer Nationalspieler Nisse Huttunen den ersten. Der zweite lag in der Annahme, die beim TSV vor allem zu Beginn überhaupt nicht klappte. Da machte sich das Fehlen des verletzten Patrick Schwaack (Bänderriss) bemerkbar, obwohl dessen Stellvertreter Johannes Liegsalz eine durchaus ordentliche Vorstellung bot. Doch hatte Michael Hänsel einen schwarzen Tag erwischt. "Ich habe vor allem in der Annahme richtig schlecht gespielt", gab der selbst zu. Für seine Auswechslung hätte der Ex-Dachauer durchaus Verständnis gehabt, doch Hachings Coach Mihai Paduretu fehlten wegen Schwaacks Verletzung die Alternativen. "Wir hatten keinen Ersatz, das hat man schon gemerkt", so der Trainer.

Trotzdem fand sein Team zurück ins Spiel. "Es war für die Motivation vielleicht sogar ganz gut, dass wir den ersten Satz so hoch verloren haben", mutmaßte Liegsalz. Für Kapitän Michael Mayer wirkte die Klatsche im ersten Durchgang besonders belebend: Er allein machte sechs Punkte bis zur 7:5-Führung im zweiten Satz und riss so seine Nebenleute mit. Mit 25:21 holte sich der TSV den Durchgang, verlor den nächsten in gleicher Höhe und schlug erneut zurück. Nachdem Mayer den ersten Satzball im vierten Abschnitt zum 25:23 und damit zum 2:2-Ausgleich verwandelt hatte, hielt es keinen der rund 500 Zuschauer in der randvollen Gymnasiumshalle auf seinem Sitz.

Doch die Hachinger versäumten es, die Euphorie in den Schlussabschnitt hinüber zu retten. Schnell gerieten sie mit 1:6 in Rückstand, haderten dabei auch einige Male mit den Schiedsrichtern. Doch, nachdem Berlins Milorad Kovac den zweiten Matchball zum 15:12 verwandelt hatte, suchte Paduretu nicht in den umstrittenen Entscheidungen die Erklärung für die Niederlage, sondern schlicht darin, dass "Berlin heute ein bisschen besser war als im Pokal." Und dieses, noch so kleine "bisschen" macht bei zwei gleich starken Teams eben den entscheidenden Unterschied aus. Das weiß niemand besser als Paduretu und so sah er "keinen Grund sauer zu sein", obwohl Berlin und der VC Mendig sich mit je 14:4 Zählern nun in einer günstigeren Ausgangsposition befinden als sein mit 16:6 Punkten nach wie vor zweitplatziertes Team.

Umberto Savignano

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