Alles auf dem neuesten Stand: Die Autowerkstatt kann sich sehen lassen. Foto: Rammelsberger

87 Beschäftigte arbeiten auf eine neue Chance hin

Feldkirchen - Rohstoffe aus alten Elektrogeräten zurückgewinnen, Haushaltsgeräte reparieren, Autos wieder fahrtüchtig machen – dies wird im Anderwerk geleistet, mit einem sozialen Hintergrund.

Insgesamt 87 Beschäftigte hat das Anderwerk in ABM-Stellen, als Beschäftigte mit Eingliederungszuschuss und größten Teils als Ein-Euro-Jobber. Dazu kommt in Feldkirchen noch das 14-köpfige Kernpersonal, das sich um die Leitung und Verwaltung kümmert. Damit ist das Projekt, das ein Unternehmen der Arbeiterwohlfahrt-München-Gruppe ist, schon eine Art mittelständisches Unternehmen. Allerdings geht es im Anderwerk nicht darum, möglichst hohe Gewinne zu erzielen, sondern darum, Langzeitarbeitslose wieder fit für den ersten Arbeitsmarkt zu machen. Rund 60 Prozent der Kosten für die Qualifizierungs- und Beschäftigungsmaßnahmen sowie das Personal werden bezuschusst, 40 Prozent erwirtschaftet das Anderwerk selbst.

Für viele Arbeiter besteht die Aufgabe in der Werkstätte im Zerlegen von Elektroaltgeräten, um aus den Kabeln und Platinen wieder wertvolle Rohstoffe wie Gold, Kupfer, Messing und Aluminium gewinnen zu können. Dies erledigen nach dieser „Fraktionierung“ Spezialfirmen. Im Anderwerk werden dabei auch Schadstoffe wie Batterien, Quecksilber sowie Bildschirmglas entfernt und fachgerecht entsorgt. Ein bis zwei Container voller EDV-, Bildschirm- und Haushaltsgeräte sowie Unterhaltungselektronik werden so täglich umweltverträglich beseitigt.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Coronavirus im Landkreis München: Drei Todesfälle - 77 weitere Infizierte
Das Coronavirus versetzt den Landkreis München in den Ausnahmezustand. In einem Pflegeheim gab es einen Toten, viele sind infiziert. Alle Infos hier im Ticker.
Coronavirus im Landkreis München: Drei Todesfälle - 77 weitere Infizierte
Notbetreuung: Aus Sorge nutzen nur wenige Eltern das Angebot
Eltern, die in sogenannten systemrelevanten Berufen arbeiten, haben die Möglichkeit ihre Kinder in einer Notbetreuung unterzubringen. Doch viele nutzen das Angebot nicht …
Notbetreuung: Aus Sorge nutzen nur wenige Eltern das Angebot
Coronavirus: Ismaninger Trachten-Manufaktur fertigt jetzt auch Mundschutz
Schutzkleidung wird im Landkreis dringend benötigt. In einer Ismaninger Trachten-Manufaktur nähen zwei Mitarbeiterinnen daher seit Kurzem Schutzmasken. Auch …
Coronavirus: Ismaninger Trachten-Manufaktur fertigt jetzt auch Mundschutz
Job und Kinder unter einem Dach: So meistern diese vier Mütter ihren Arbeitsalltag im Homeoffice
Homeoffice mit kleinen Kindern, Arbeiten in Zeiten von Corona. Noch nie mussten so viele Menschen ihren Alltag neu organisieren. Vier Mütter aus Pullach berichten aus …
Job und Kinder unter einem Dach: So meistern diese vier Mütter ihren Arbeitsalltag im Homeoffice

Kommentare