Feuerwehreinsatz: Karstadt an der Schleißheimer Straße geräumt

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Zwei neue Traglufthallen in Unterhaching, an der Biberger Straße nahe des Sportparks, sind nahezu bezugsfertig.

Asyl

Bezirksregierung hebt Baustopp auf

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Landkreis - Die Regierung von Oberbayern gibt zehn nahezu fertiggestellte Flüchtlingsunterkünfte im Landkreis München frei.

Das Landratsamt reagiert erleichtert auf die Nachtricht - der bislang geltende Baustopp wird nun durchlässig.

Sieben der zehn neuen Einrichtungen befinden sich im Süden des Landkreises; allein vier davon in Oberhaching. Mit Ismaning und Unterföhring ist der Norden zweimal vertreten. Ebenfalls auf der Liste steht die Hans-Pinsel Straße in Haar. Das Würmtal geht leer aus.

Das Landratsamt geht von einem „ersten Schritt“ aus. Es könne also durchaus sein, dass da noch etwas nachkommt, teilte Landratsamts-Sprecherin Christina Walzner mit. „Wir warten auf Nachricht vom Bezirk.“ Objekte, die nicht von der Liste erfasst seien, müssten daher nicht zwangsläufig abgelehnt sein.

Ebenfalls grünes Licht vom Bezirk erhalten haben nach Landratsamtsinformationen „eine Reihe kleinerer Unterkünfte zur dezentralen Anschlussunterbringung“. Laut Walzner soll es sich dabei vor allem um Unterkünfte in der Größenordnung von Wohnungen handeln, die gemäß dem Konzept dezentraler Unterbringung auf den Landkreis verteilt sind.

Das Landratsamt war in den zurückliegenden Wochen zunehmend in Bedrängnis geraten. Der von der Regierung von Oberbayern im April verkündete sofortige Baustopp für Flüchtlingsunterkünfte habe Aktivitäten des Kreises zur Unterbringung von Asylbewerbern „in voller Fahrt abrupt“ ausgebremst. Mietverträge durften ebenfalls nicht mehr abgeschlossen werden. Von der Anordnung erfasst waren selbst Objekte, die bereits durchgeplant und als Baumaßnahmen ausgeschrieben waren. In Oberschleißheim etwa hätte es bloß noch der Unterschrift des Landrats bedurft.

Die Lage spitzte sich zu, da Fristen für Notunterkünfte, wie in Oberschleißheim, auslaufen sollten. Landrat Christoph Göbel (CSU) hatte sich öffentlich für eine Abkehr von Notlösungen – wie Traglufthallen, Containern und Schulturnhallen – und hin zu dauerhaften, stabilen Einrichtungen ausgesprochen.

Die Erleichterung ist daher groß, in den zehn Einrichtungen rund 1500 Plätze anbieten zu können. Nach Angaben des Landratsamts sind die freigegebenen Objekte fast vollständig fertiggestellt. Elementar für Landrat Göbel ist zudem, dass die Entscheidung der Regierung von Oberbayern es dem Kreis erlaubt, sich auf die von jedermann erwartete, nächste Flüchtlingswelle zu konzentrieren, „darauf bestmöglich vorbereitet zu sein“. An den Bezirk sowie den Freistaat gewandt, verlieh Göbel seiner Hoffnung Ausdruck, sich demnächst auf weitere, vom Baustopp gelöste, Unterkünfte in den 29 Gemeinden und Städten des Kreises freuen zu dürfen.

Hier entsteht Platz 

Diese Liste benennt die freigegebenen, in der jeweiligen Gemeinde fast völlständig fertiggestellten Unterkünfte:

Haar, Hans-Pinsel Straße 

Höhenkirchen-Siegertsbrunn, Ottobrunner Straße 

Ismaning, Mayerbacherstraße 

Oberhaching, Äußerer Stockweg 

Oberhaching, Ödenpullacher Straße 

Oberhaching, Holzstraße 

Oberhaching, Sommerfeld 

Ottobrunn, Kathi-Weidner-Weg 

Unterföhring, Bauhofstraße 

Unterhaching, ehemaliges Bundeswehrgelände an der Biberger Straße.

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