Ingolstadt entlässt Walpurgis - Interims-Nachfolger steht fest

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In Ruhe lassen oder nicht? Der Biber ist nicht überall beliebt.

Biber-Biotope sind umstritten

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In Unterföhring sollen die Biber geschützt werden, im Biber-geplagten Ismaning hält man das für falsch.

Landkreis – Der Ärger, den ein Biber am Eisweiher in Ismaning macht, könnte gravierende Folgen haben für seine Artgenossen in Unterföhring. Deren Schutz steht infrage, seit Ismanings Bürgermeister und SPD-Kreisrat Alexander Greulich im Kreistag eindringlich darüber berichtet hat, welche Schäden das Tier daheim anrichtet.

Letztlich hat er mit seinen Schilderungen die Empfehlung erst einmal gekippt, Biotope mit zwei Biberfamilien am Unterföhringer- und dem Feringasee vor Badegästen zu schützen. Es ginge nicht an, dass Erholungssuchende dem Biber weichen sollen, sagte Greulich: „In Bayern haben wir, Gott sei Dank, ein Grundrecht auf Naturgenuss und Erholung.“

Der Landkreis München unterhält den Feringasee und den als „Poschinger Weiher“ bekannten Unterföhringer See als überörtliche Erholungsgebiete. Vor vier Wochen hatte der Kreisausschuss, wie berichtet, einstimmig empfohlen, die Biotope für Badegäste und Spaziergänger zu sperren. Der Beschluss schien unproblematisch, da die als naturschutzfachlich wertvoll geltenden Biotope wegen des starken Bewuchses ohnehin kaum zugänglich sind. Von etwaigen Beschwerden war bis dahin nichts bekannt.

In seinem Bemühen, den Schutz in den Satzungen der Erholungsgebiete zu verankern, argumentiert das Landratsamt mit einem Verweis auf Gefahren für Menschen: Badegäste könnten sich in dem Gestrüpp verletzen. Die Flächen abzusichern, gilt als unverhältnismäßig. Auch Greulich argumentiert mit dem Schutz der Badegäste. Unverhältnismäßig erscheint ihm der Umgang mit dem im Landkreis-Norden ohnehin viel zu häufig gesichteten Nager, der allzu viel Rücksicht erfahre. „Ein ,Weiter so’ kann es nicht geben.“ Schon in der Vergangenheit hatte er die Entnahme des im Grunde streng geschützten Bibers erwirkt. Ein Ausnahmefall, der Biber wurde an anderer Stelle wieder frei gelassen.

Gegen die Stimmen der Freien Wähler und die einiger CSU-Kreisräte folgte der Kreistag dem von Markus Büchler (Grüne) gestellten Antrag, die Angelegenheit zur Beratung zurück in den Ausschuss zu delegieren.  an

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