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Boogie-Bären: Auf dem Tanzparkett findet Charly Scharl die Frau fürs Leben

Garching - Zurück in die Zeit des guten alten Boogie-Woogie: Seit 25 Jahren fröhnen die „Boogie-Bären München" diesem Motto, und ihr Jubiläum feierten sie mit dem Vereinsturnier „Boogie-Bären-Cup" im Saal des Garchinger Gasthofs Neuwirt.

Denn da fühlen sich die Boogie-Bären so richtig wohl - zumal der Saal kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Stets präsent waren beim Jubiläum nicht nur die Tanzpaare und Turnierleiter, sondern auch der Bär Balu als Bild auf dem Bühnen-Banner. Schließlich ist er der Namensgeber.

„Probier’s mal mit Gemütlichkeit“, sang der Dschungelbuch-Bär, und diesen Ohrwurm bekamen die Boogie-Woogie-Fans Ende der 80er Jahre nicht aus dem Ohr, und so wurden sie die Boogie-Bären, erklärt Vorsitzende Katrin Kerber. Natürlich taten die Musikidole des Boogie Woogie und die Fred-Astair-Filme ihr Übriges. Die Tänzer wurden seinerzeit „vom Tanz inspiriert und motiviert und haben es im Wohnzimer ausprobiert“, sagt Kerber. Was im Wohnzimmer begann, nahm bald größere Formen an, denn die acht Tänzer und Tänzerinnen schlossen sich dem TSV Germering an. Es dauerte nicht lange, bis der Wunsch nach einem eigenen Verein aufkeimte, denn 1989 zählte man bereits 50 Mitglieder und die Geburtstunde der Boogie-Bären war gekommen. In Perlach fanden die Bären eine Heimat und vermehrten sich auf rund 200 Boogie-Woogie-Freunde. Das eigene Vereinsheim in München, die Auftritte im OEZ und Öffentlichkeitsarbeit sorgten erst für eine Verdoppelung der Mitgliederzahl und heute sind es 800 Mitglieder. Der älteste Tänzer ist 85 Jahre jung und kann den Boogie-Woogie einfach nicht lassen. Es besteht Suchtgefahr.

Der Mitglieder-Schub in jüngerer Zeit sei auch dem Retro-Trend in der Musik mit Bands wie etwa den „Baseballs“, zu verdanken, sagt Katrin Kerber. Das lockt auch Jüngere an, aber: „Das Kinder- und Jugendtraining ist schwierig wegen der schulischen Situation.“

Etwa zehn Kinder werden derzeit trainiert. Wesentlich mehr sind es beim vor drei Jahren gestarteten Projekt für 16- bis 30-Jährige: Da tanzen etwa 40 Paare Boogie-Woogie. Sie lieben sowohl den alten Stil als auch die mit Salsa oder Electro-Swing aufgepeppten Varianten.

Gründungsmitglied Charly Scharl (55) wurde einst zum Rock‘n Roll und Boogie in die Diskotheken „mitgeschleift, weil Frauenüberschuss herrschte“. Seitdem ist er dem Boogie-Woogie-Stil verfallen, und es kam noch besser: „Bei den Boogie-Bären habe ich meine Frau kennengelernt. Sie ist mir beim Training positiv aufgefallen und ich habe gerne mit ihr getanzt.“ Dass aus den ersten zarten Banden mehr wurde, liegt vielleicht auch daran, dass Charly Scharl im Gegensatz zu vielen anderen Männern sagt: „Ich tanze für mein Leben gern.“ Das will er noch lange tun und er wünscht sich für die nächsten bärigen Jahre, dass es „weiterhin so viele begeisterte Boogie Woogie-Fans gibt“. mf

Kontakt

Boogie-Bären, Gneisenaustraße 16 in 80992 München,

Tel. 089/15 88 39 00.

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