Der Bräu vor einem Gogo: Franz Inselkammer steigt aus einem weiß-blauen Gefährt, das für „Aying – das Kurdorf“ wirbt. repro: wjr

Der Bräu von Aying wird 80 Jahre alt

Aying - Franz Inselkammer sen. blickt zufrieden auf sein Lebenswerk zurück: Er ist stolz auf seine Familie und sein Unternehmen, die Ayinger Brauerei

Aying - Wer an Franz Inselkammer sen. denkt, hat unweigerlich ein frisch gezapftes Bier geistig vor Augen. Mit einem solchen Bier wird er kräftig anstoßen: auf sein eigenes Wohl. Denn Inselkammer feiert seinen 80. Geburtstag. Der Ayinger ist sehr zufrieden mit seinem Lebenswerk.

Geboren wurde Franz Inselkammer am 14. Dezember 1935 in München. Er verbrachte die ersten vier Lebensjahr auf dem väterlichen Anwesen in Siegertsbrunn. Nach dem überraschenden Tod seines Großvaters August Zehentmair siedelte die junge Familie 1936 nach Aying um. Dort kamen seine Brüder August (1937) und Peter (1940) zur Welt. Nach dem Abitur folgten für Franz Inselkammer ein betriebswirtschaftliches Studium an der Münchner Uni und ein weiteres Studium an der Brauerhochschule in Weihenstephan zum Diplom-Braumeister. 1962 trat Franz Inselkammer in die elterliche Brauerei ein, deren geschäftsführender Gesellschafter er bis heute ist. 1972 wurden Abfüllerei und Expedition am Ayinger Ortsrand errichtet; dorthin kam 1999 auch die neue Brauerei. Aus der Ehe mit Angela Inselkammer, geborene Ruf, gingen drei Kinder hervor, nämlich Barbara, Ursula und Franz jun. Mittlerweile sind Inselkammers auch dreifache Großeltern. Franz Inselkammers ehrenamtliches Engagement erfolgte auf verschiedensten Ebenen. Unter anderem war er sechzehn Jahre lang Vorsitzender der Ayinger Sportfreunde und langjähriges Gemeinderatsmitglied. Als Präsident des Bayerischen Brauerbundes setzte sich für die Erhaltung des Bayerischen Reinheitsgebots ein.

Seinen Geburtstag feiert er zwei Mal: einem im Familienkreis, das zweite Mal mit Freunden. Auf die Frage, ob er mit seinem Lebenswerk zufrieden ist, antwortet Franz Inselkammer: „Es ist das größte Glück mit 80 Jahren, auf ein Leben in Frieden, einer harmonischen Familie und einem erfüllten Geschäftsleben zurückblicken zu dürfen. Besonders berührt mich, dass die Unternehmensnachfolge geglückt ist, unsere Kinder in unsere Fußstapfen getreten sind und wir weiterhin sehr einträchtig am gleichen Ziel zusammen arbeiten. Ich bin sehr stolz auf meine Kinder“.

Freunde aus Politik, Vereinen, Verbänden und der Wirtschaft gratulieren dem Bräu von Aying. Bürgermeister Johann Eichler lobt ihn „als Ehrenmann, dem man vertrauen kann“.

Wolfgang Rotzsche

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