Brand in Gästehaus - Feuerwehr rettet 58 Bewohner

Aschheim - Alle 58 Bewohner des Appartments Bauer in der Sonnenstraße in Aschheim mussten in der Nacht auf Freitag wegen eines Brandes evakuiert werden. Ein Mann in dem Gästehaus wollte etwas braten - mit fatalen Folgen.

Zwei der Bewohner rettete die Feuerwehr über Leitern. Ein Österreicher, der sich „Fleischlaiberl" braten wollte, hatte den Brand ausgelöst.

Um 2.58 Uhr endete für 153 Einsatzkräfte der Feuerwehren Aschheim, Dornach, Kirchheim und Feldkirchen sowie vom ABC-Zug München-Land und vom Rettungsdienst die Nacht. Die Brandmeldeanlage in einem Appartement, in dem drei österreichische Arbeiter einquartiert waren, meldete Rauchentwicklung.

Bilder vom Eisatzort

Feuerwehr evakuiert 50 Menschen aus brennendem Haus

Laut Brandfahndung ist das Feuer in der Küche des Appartements im Untergeschoss ausgebrochen. Einer der drei Bewohner habe eingeräumt, schuld zu sein: Er hatte die Pfanne mit Fleischlaiberl, wie der Österreicher zu Fleischpflanzl sagt, auf der heißen Herdplatte vergessen und hatte sich schlafen gelegt. Geweckt wurden er und seine beiden Kollegen vom Rauch. Sie versuchten noch, den Brand selbst zu löschen. Aschheims Feuerwehrkommandant Helmut Meier berichtet: „Als wir ankamen, war das Feuer schon fast gelöscht.“

Die Arbeit der Wehren bestand darin, die 58 Bewohner geordnet zu evakuieren. Vorsichtshalber kamen acht Gäste zur Untersuchung in die Klinik. Konkret Rauchvergiftungsgefahr besteht aber nur für die Arbeiter aus dem Appartemnt mit der ausgebrannten Küchenzeile.

Als Bürgermeister Helmut Englmann erschien, per Telefon aus dem Tiefschlaf gerissen, waren die Bewohner schon in Zelten der Feuerwehr untergebracht. Vier Lehrerinnen aus der Partnergemeinde Jedovnice, derzeit mit einer Schülergruppe in Aschheim, wurden im Gästehaus der Gemeinde untergebracht. Warum sie dort nicht gleich einquartiert waren, will Englmann noch klären.

Andere Gäste des Boarding Houses legten sich in die aufgebauten Feldbetten und schliefen weiter, während der ABC-Zug durch alle Zimmer ging und die Schadstoffbelastung maß. Andere wurden vom BRK mit Tee, Kaffee und Keksen versorgt. Am Morgen durften sie Zimmerweise wieder ins Haus, um Kleidung zu holen und sich umzuziehen.

Alle restlichen 50 Zimmer sind auch nach Rauchabzugs- und Entlüftungsmaßnahmen wieder bewohnbar, teilte die Besitzerin des Hauses mit. Sie ist froh über den glücklichen Ausgang: „So lange niemanden etwas zustößt, ist alles gut. Ich bin ich heilfroh, dass keiner zu Schaden kam. Alles andere ist ersetzbar.“ Die Feuerwehr schätzt den Schaden auf rund 20 000 Euro. Der Fleischlaiber-Brater wird sich laut Polizei wegen fahrlässiger Brandstiftung veranworten müssen.

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