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Rauch am Maibaumplatz in Garching: Am U-Bahnsteig in 17 Meter Tiefe, so das Einsatzszenario, brennt ein U-Bahnwaggon.

Brand am Zugwaggon simuliert

Nächtliche Großübung am U-Bahnhof

Garching - Trupps mit je vier Einsatzkräften dringen unter schwerem Atemschutz durch starken Rauch zum Bahnsteig vor. Sie sind ausgestattet mit Wärmebildkameras, Lampen, Fluchthauben und Funkgeräten.

Rund 200 Helfer übten am Freitagabend zwischen 21.30 und 23.30 Uhr am U-Bahnhof Garching einen großangelegten Einsatz: „Brand eines U-Bahnwagens“ hieß die Übungsannahme, die zwei Stunden lang Feuerwehrleute, Rettungsdienste, Polizei und MVG-Mitarbeiter in Atem hielt. Der Zug, so das Szenario, kann noch in die Haltestelle Garching einfahren.

Es kommt zu einer starken Rauchentwicklung im Bahnhofsbereich, simuliert durch dichten Diskonebel, der an beiden Ausgangsseiten der Haltestelle Garching aus den Schächten quillt. Im Fokus der Übung steht die zügige Rettung und Evakuierung der Verletzten, gleichzeitig kümmern sich Einsatzkräfte um die Bekämpfung des Brandes, die Überprüfung des Einsatzkonzeptes, die Kontrolle verschiedener Kommunikationsmöglichkeiten im U-Bahnbereich und die Einrichtung eines Patientensammelplatzes. 

Für die Übung übernahmen etwa 55 Freiwillige als Statisten die Rolle der Fahrgäste und simulierten bestimmte Verletzungsmuster, wie Atembeschwerden, Bewusstlosigkeit oder Gehunfähigkeit. Auch Puppen und Kinderwägen waren im Einsatz, um das ganze Spektrum an möglichen Fahrgästen abzudecken.

Während am U-Bahnhof Garching die Helfer den Ernstfall proben, hat die MVG zwischen Garching-Hochbrück und Garching-Forschungszentrum für den Übungszeitraum einen Schienenersatzverkehr mittels Bussen eingesetzt, so dass es für die Fahrgäste nur zu kleinen Einschränkungen kam. Nach zwei Stunden fällt das Fazit der Großübung positiv aus. Alle verletzten und vermissten Personen wurden gefunden und an die Oberfläche verbracht. Die Brandherde konnten gelöscht und der Bahnhofsbereich wieder rauchfrei gemeldet werden. Das Verbesserungspotential, das vor sieben Jahren bei der großen Feuerwehrübung am U-Bahnhof Garching festgehalten wurde, konnte umgesetzt werden, zum Beispiel die effiziente Absuche des Bahnhofsbereichs nach Verletzten.

Auch die Einrichtung eines zentralen Patientensammelplatzes im Hof gegenüber dem Maibaumplatz war eine Verbesserung: Die Kräfte des Rettungsdienstes registrierten, kategorisierten nach Verletzungsgrad, behandelten und verbrachten die Verletzten ins Krankenhaus. Für den Transport waren zahlreiche Rettungswagen und ein Großraumrettungswagen im Einsatz, die im Pendelbetrieb Verletze abtransportierten ohne mit den Feuerwehrmaßnahmen oder Feuerwehrfahrzeugen in Konflikt zu geraten, dabei funktionierte die Kommunikation mit den Atemschutztrupps einwandfrei. Die Notizen der eingesetzten Beobachter werden ausgewertet,um weiteres Verbesserungspotenzial zu berücksichtigen und technisch und taktisch auf dem neuesten Stand zu bleiben, teilt die Feuerwehr Garching mit. 

Beteiligte Feuerwehren und Helfer

Beteiligt waren die Freiwilligen Feuerwehren aus Garching (74 Feuerwehrdienstleistende), Hochbrück (8), Dietersheim (22), Oberschleißheim (32), Ismaning (20) und die Werkfeuerwehr der TU- München (7). Zahlreiche Kräfte der Kreisbrandinspektion unter Leitung von Kreisbrandrat Josef Vielhuber, der Rettungsdienst der Aicher Ambulanz sowie technisches und organisatorisches Personal der MVG. 

Auch Mitglieder umliegender Feuerwehren sowie die Polizei wohnten der Übung als Beobachter bei. Die drei Bürgermeister der Stadt Garching, Dietmar Gruchmann, Alfons Kraft und Walter Kratzl und weitere Vertreter des Stadtrates machten sich ein Bild von der Lage. Auch zahlreiche Zuschauer rund um den Maibaumplatz verfolgten mit großem Interesse das nächtliche Spektakel im Garchinger Zentrum. mm

Hier alle Fotos zur Übung

Nächtliche Großübung am U-Bahnhof - Fotos

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