Brehme sieht gute Ansätze und lobt die Neuzugänge

- VON CHRISTIAN AMBERG Unterhaching - Die fünf Neuzugänge der SpVgg Unterhaching stehen ab sofort auf dem Prüfstand. Zum Teil kritisiert, weil sie von Zweitliga-Absteigern zum Nulltarif geholt wurden, auf der anderen Seite interessiert beäugt, weil sie mit einigen Lorbeeren ihren Dienst im Sportpark antraten. Trainer Andreas Brehme nimmt sie in Schutz: "Sie waren in ihren Vereinen die besten Spieler, Abstieg hin oder her. Zudem kenne ich einige von ihnen persönlich. Sie werden uns weiterbringen."<BR>

<P>Der Laktat-Test, der gestern in zwei Etappen in der Grünau stattfand, wird vermutlich schon morgen die Informationen über den Fitness-Zustand bringen. Im täglichen Training muss sich dann zeigen, ob die Neuen wirklich Verstärkungen sind. Zumindest bei drei von ihnen sah man schon gute Ansätze im ersten Testspiel beim MTV München. Brehme: "Auch wenn das nur ein Kreisligist war und wir das Spiel sozusagen erst als dritte Trainingseinheit bestritten haben, war ich mit der Laufbereitschaft schon ganz zufrieden. Alle Neuen haben das hervorragend gemacht."<P>Einer ganz besonders: Marcel Schied (20), zuletzt in Osnabrück und bei Bundesligist Hansa Rostock unter Vertrag. Er durfte neben Carsten Sträßer als einziger 90 Minuten durchspielen und bedankte sich mit sieben Toren. Dass der aktuelle U 20-Nationalspieler überhaupt ausgeliehen werden konnte, ist Brehmes Kontakten zu verdanken. Er bekniete Hansas Co-Trainer Wolfgang Funkel, einen alten Bekannten aus Kaiserslauterer Zeiten, und bekam schließlich den Zuschlag. "Gejagt hat den die ganze Zweite und ein Teil der Ersten Liga", verrät Brehme.<P>Die Qualitäten, die der 1,72 Meter kleine Angreifer mitbringt, beschreibt Hachings Coach so: "Er ist ein schneller und geradliniger Spieler, der eine Bereicherung für unser Offensivspiel sein wird." Zwei weitere Neue, die schon einen guten Eindruck hinterlassen haben und Kandidaten für die Stammelf sind: Mario Stieglmair und Thomas Sobotzik. Stieglmair "steht hinten sicher drin und spielt einen guten Ball, auch mal einen langen", charakterisiert ihn Brehme. Problem: Der Österreicher kommt nach eigenen Angaben langsam in Schwung, gehört von den Fitness-Werten nie zu den Besten. Sobotzik soll der bislang fehlende Regisseur werden. "Er fordert die Bälle und das ist wichtig", sagt Brehme, "wir wollen schließlich Fußball spielen. Wer den Ball nicht fordert, kann natürlich keine Fehler machen. Aber es müssen alle verinnerlichen, dass jeder mitspielen muss und solche Fehler auch erlaubt sind."<P>

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