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Brunnenhofserenade der Cantate-Kirche Kirchheim

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Und jetzt alle: Chorleiter Gerhard Jacobs dirigiert „Abendstille“ im vierstimmigen Kanon mit dem gesamten Publikum.  Foto: sab
Und jetzt alle: Chorleiter Gerhard Jacobs dirigiert „Abendstille“ im vierstimmigen Kanon mit dem gesamten Publikum. Foto: sab

Kirchheim - Der runde, steinerne Brunnen im Innenhof des Cantate-Gartens in Kirchheim ist Namensgeber des alljährlichen Sommer-Konzertes. Erstmals stand es unter der Leitung von Chorleiter Gerhard Jacobs.

Heraus kam ein Konzert, bei dem das Publikum selbst Teil des Chores wurde und 200 Stimmen den Innenhof zum Klingen brachten.

Die Cantate Kirche befindet sich heuer in einem Jahr der Jubiläen. 30 Jahre Cantate-Kirche und Partnerschaft mit Igongolo, 35 Jahre Pfarrei-Kindergarten und auch der Chor feiert sein 25-jähriges Bestehen. „Musik ist die beste Gottesgabe“, begrüßte Pfarrerin Susanne Kießling-Prinz das Publikum im Innenhof der Pfarrei. „Schon Martin Luther, der den Spitznamen ‘wittenbergische Nachtigall’ trug, sah in der Musik eine fröhliche Kreatur, die ihresgleichen suche.“

Die Serenade war eine abwechslungsreiche Mischung aus Chorstücken der verschiedenen Epochen und Stilrichtungen, von Barock bis hin zur Romantik, von Gershwin, den Beatles bis hin zu Songs von Abba.

Beim Lied „Abendstille“ teilte sich der Chor in vier Gruppen, und peu à peu bezog Chorleiter Gerhard Jacobs das Publikum in den vierstimmigen Kanon mit ein und machte den Brunnenhof zu einem interaktiven Konzertsaal.

Zwischen den Chorstücken brachte Sopranistin Julia Häusler Arien berühmter Opern von Puccini oder Brahms zu Gehör. Die 24jährige Sopranistin genoss sichtlich das lauschige Ambiente und die unmittelbare Nähe zu ihren Zuhörern. Häusler studiert Gesang und Gesangspädagogik und unterstützt Jacobs in den Chorwochen und der Stimmbildung.

Gewürzt wurde das Konzert durch eine kabarettistische Einlage von Waltraud Lederer und Bernd Melchisedech, die eine Viertelstunde zu spät in das Konzert „hineinplatzten“, die freien Plätze in der ersten Reihe besetzten und sich darüber freuten, dass „die Bedienung“ in Form von Chorleiter Jacobs alleine dafür da sei, sie mit Getränken und Essen zu versorgen.

Kurzzeitig drohte die Aufführung zwar durch ein aufziehendes Gewitter ins Wasser zu fallen, zum Glück jedoch blieb es bei starken Windböen, die allerdings die Notenblätter durch die Luft wirbelten. Das Saxophon-Trio um Stefanie Ditmer, Monika Meixner und Ludwig Klehr ließ sich jedoch nicht beirren und begeisterte mit Renaissance und Barock-Stücken. „Ich habe hier im Januar einen wunderbaren Chor gefunden, der mir sehr viel Spaß macht“, betonte Jacobs. „Ich hoffe, dass noch viele weitere Serenaden folgen.“ sab

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