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Maibaum-Saison eröffnet: 60 Buschen aus Oberpframmern, Moosach und Poing scheitern an Hofoldinger Wache

Akku-Bohrer versaut 60 Burschen den Plan

Maibaumdiebstahl scheitert erst kurz vor Schluss

Sie hatten es eigentlich generalstabsmäßig geplant: 60 junge Männer aus drei Gemeinden wollten den Hofoldinger Maibaum holen. Dann kam aber etwas dazwischen.

60 Burschen und Feuerwehrkameraden aus Oberpframmern, Moosach und Poing (Lkr. Ebersberg) machten sich am frühen Morgen des Gründonnerstag auf, um sich den Hofoldinger Maibaum zu holen.

Eine Vorhut war bereits ab ein Uhr vor Ort in einer frisch geodelten Wiese und erkundete von dort aus die Lage. Die Wache im alten Feuerwehrhaus sollte überrumpelt und eingesperrt werden. 

Lange Nacht

Kurz vor vier traf die Gruppe, „bewaffnet“ mit Hebehölzern und Nachläufern in Sichtweite des Objekts ein. Der Vollmond war von Wolken überzogen, so dass sich die Mannschaft unbeobachtet nähern konnte. Dann ging es los! Fast 15 Mann waren zum Zuhalten zweier Türen und eines Fensters eingeteilt. Die übrigen 45 Männer platzierten die Hölzer unter dem Hofoldinger Baum und setzten ihn auf die untergeschobenen Nachläufer. 

Gut verschraubt

Eines hatten die nächtlichen Besucher aber nicht bedacht – und das verhinderte letztlich eine rasche Abfahrt: Der quer vor das 32 Meter-Stangerl gestellte Bauwagen war durch Bretter mit der Überdachungskonstruktion des Baums dermaßen massiv verschraubt, dass die mitgebrachten Akku-Schrauber versagten. Minute um Minute musste zugewartet werden, die Zeit lief den Maibaumdieben davon. 

Die eingesperrten Hofoldinger blieben währenddessen nicht untätig. Die sechs Wachen stemmten sie sich gegen die Türen und Fenster und setzten dabei auch Stühle ein. Per Handy riefen sie Verstärkung: So dauerte es dann nicht lange, bis mehrere Fahrzeuge mit quietschenden Reifen um die Ecke bogen und die Hofoldinger ihre Hände auf den Baum legten und so ihren Besitzanspruch bekundeten. 

Damit war dem Diebstahlsversuch ein Ende bereiteten. Immerhin ließen sich die Hofoldinger nicht lumpen und stellten den leicht geknickten „Gästen“ einige Tragl Bier hin. Ein ausgedehnter Ratsch schloss sich an und zum Schluss waren sich beide Seiten einig: Die Gaudi war’s wert.

mm

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