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Fescher Auftritt: Die jungen Trachtler machen beim Volkstanz eine gute Figur.

Herbstfest des Trachtenvereins Edelweiß Brunnthal

Mit Krachlederner und Gamsbart

Brunnthal - Eigentlich läutet der Trachtenverein Edelweiß Brunnthal Anfang September mit seiner fröhlichen Sause auf dem eigenen Vereinsgelände schon traditionell die dritte Jahreszeit ein. Doch wie im Vorjahr kamen die Protagonisten des rund 180 Mitglieder starken Mehrspartenvereins bei rund 30 Grad kräftig ins Schwitzen.

Während sich viele der rund 250 Gäste unter dem Schatten spendenden Schutz der altehrwürdigen Bäume im Garten des schmucken Areals am Maurerweg an den Biertischen vor der Hitze duckten, zeigten einige Protagonisten wieder sehr viel Programm. Schon vormittags bei der Gaudi-Rallye mit 70 Teilnehmern strampelten die nimmermüden Pedalritter heuer vornehmlich nach Kirchstockach und „drum herum“. 

Vom fünfjährigen Luis bis zur 83-jährigen Resi waren wieder viele Radler mit am Start. Wobei: das Strampeln alleine genügte bei Weitem nicht. Die in Zweier- bis Vierergruppen aktiven Radfahrer hatten auf ihrer Reise auch eine Vielzahl an Aufgaben zu erledigen. Vom Büchsenwerfen bis zum Kastaniensammeln reichte das Spektrum. Baum-Arten wie jene beiden prägenden Ahornriesen am Eingang von Englwarting galt es richtig zu benennen, Getreidesorten auf den blühenden Feldern rings um Brunnthal richtig zu benennen oder beim Buchstabenrätsel das richtige Lösungswort vom „Schmeizler“ (hochdeutsch: Schnupftabak) zutage zu fördern. Wer am Ende den begehrten Wanderpokal gewinnen wollte, musste sich aber auch abseitig am Waldsaum tummeln, einen Jägerstand entdecken und dessen Sprossenzahl penibel festhalten. Kein Wunder, dass es manchem Teilnehmer so richtig warm wurde. 

Rund 20 Mitglieder der Brunnthaler Trachtler hatten auch heuer wieder zum Gelingen des Herbstfestes entscheidend beigetragen. Ganze Reihen an Braten und Speckplatten, Käsespezialitäten und Wurst warteten auf Verkostung. Nachmittags wurden wieder meterlange Reihen mit selbst gemachten Kuchen, köstlich duftenden Schmalznudeln und auch optisch reizvollen Tortenkreationen arrangiert und rege nachgefragt. Derweilen auch für die Unterhaltung vor Ort bestens gesorgt war. Schmissige wie stimmungsvolle Klänge brachten wieder die Hofoldinger Musikanten unters gut gelaunte, tratschende und schmausende Volk. Viel Applaus gab es für die vor allem jungen Volkstänzer des Vereins, die es beim Schuhplatteln in ihrer Krachledernen kräftig schnalzen ließen. „Scho schee is heier wieder“, rief ein Gast vom Biertisch. Die Hitze war längst Nebensache. Harald Hettich

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