Asyl-Infoabend

Brunnthal muss 140 Flüchtlinge aufnehmen

Brunnthal - 15 Asylbewerber hat die Gemeinde Brunnthal bis dato aufgenommen. Heuer sollen 140 weitere hinzukommen.

Beim Informationsabend der Kirchenstiftung St. Nikolaus machte Landrat Christoph Göbel (CSU) vor rund 250 Besuchern im bis zum letzten Platz gefüllten Grundschulmehrzweckraum die immer umfangreicheren Erfordernisse vor allem an eindrücklichen Zahlen fest. Derzeit 15 Flüchtlinge bringt die Gemeinde Brunnthal im alten Pfarrheim nahe der Ortsmitte unter. Bei weitem nicht genug in der weitverzweigten Flächengemeinde: 140 Asylsuchende sollen und müssen in den Ortsteilen allein 2016 einquartiert werden. Denn 9000 Flüchtlinge hat der Kreis in seinen 29 Gemeinden in den kommenden zwölf Monaten aufzunehmen – mindestens. 

Wie dramatisch die Lage ist, zeigt auch die Ankündigung Göbels, trotz bereits sieben errichteter Traglufthallen „in den kommenden Wochen“ auch neun Turnhallen in Landkreisgemeinden in Beschlag nehmen zu müssen, um die Menschen aus den Krisengebieten winterfest unterbringen zu können. Ob Brunnthal Hallenkapazitäten beisteuern muss, ist noch nicht abzusehen. Dagegen zeichnen sich immer klarere Konturen für künftig größere Unterkunftskomplexe ab. Fix ist zwar noch nichts, doch die Verhandlungen zwischen Landkreis und Kirchengemeinde über die entsprechende Umwidmung eines Stiftungs-Grundstücks direkt hinter dem Pfarrhof an der Englwartinger Straße 8 laufen offenbar schon auf Hochtouren.

Dazu hatte Landrat Göbel weitere aktuelle Kunde im Gepäck. So soll ein Grundstück in Hofolding nach zwischenzeitlichem Einverständnis des Freistaats als Grundeigentümer ebenfalls für Unterbringungszwecke gewidmet werden. Auch hier sind Kapazitäten von zumindest 50 Flüchtlingen vorgesehen. Aufgrund der maroden Bausubstanz und wohl notwendiger Ersatzbaumaßnahmen könne sich die Unterbringung dort aber laut Bürgermeister Stefan Kern (CSU) noch lange Zeit verzögern.

Harald Hettich

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