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Hier ist viel zu tun: Die Tennisanlage ist in die Jahre gekommen. Zuschauerbänke und Einfassungen müssen erneuert werden.  

Kommunalpolitiker fordern mehr Eigenleistung

Alte Tennisanlage: Gemeinderat ist Sanierung zu teuer

Der Tennisclub Brunnthal muss seine alte Sportanlage dringend sanieren. Der Vorstand hatte auf eine Finanzspritze der Gemeinde gehofft. Doch dem Gemeinderat sind die  Kosten zu hoch.

Brunnthal – In der Bauausschusssitzung hatten Vorsitzender Dietmar Müller und sein Stellvertreter Rainald Franqué gleich drei Sanierungsvarianten vorgestellt. Dem Gemeinderat aber waren die Kosten-Modelle zwischen 176 000 und 187 000 Euro allesamt zu teuer. Er erwartet mehr Einsparungen und Eigenleistung.

Der TCB hat versprochen nachzubessern. Doch in der Ratssitzung am Mittwoch wurde der umstrittene Tagesordnungspunkt vertagt, weil der Verein die Unterlagen samt Einsparpotenzial noch nicht vorlegen konnte. 

Grundsätzlich zeigte der Rat zuletzt aber selbst im Rahmen einer Sondersitzung Bereitschaft, dem Club mit immerhin 231 Mitgliedern und wertvoller Nachwuchsarbeit finanziell unterstützen zu wollen. Betroffen reagierten die Räte allerdings, dass binnen weniger Wochen der Kostenansatz von  100 000 Euro fast verdoppelt wurde.

Auf der Anlage mit vier Plätzen an der Jahnstraße besteht aus Sicht des Vereins dringend Handlungsbedarf. Die Zuschauerbänke und Holzpalisaden-Einfassungen sind morsch. Zugleich sollen dann auch Wege geschaffen werden, auf denen künftig schweres Gerät für die Platzpflege zu den Plätzen transportiert werden könnte. Dies alles erachtet auch der Gemeinderat als vernünftig.

Über die Kosten gehen die Meinungen auseinander.  Die Vereinsspitze warb für eine Abtragung des nicht mehr erwünschten Mittelwalls. Der Aufforderung der Gemeinderäte, verschiedene Kostenvarianten zu erarbeiten, war man seitens des Tennisclubs nachgekommen. Doch die Kosten schraubten sich trotz dreier Varianten nach oben.

„20 000 Euro allein für Ingenieurleistungen sind auch zu viel. Seit der letzten Mitgliederversammlung, bei der ich auch dabei war, sind einige zehntausend Euro dazugekommen“, monierte Bürgermeister Stefan Kern (CSU). Helmut Vorleitner (CSU) betonte, der Verein sei „über das Ziel hinausgeschossen“. Auch Ulla Gocke (CSU) tat sich schwer mit der Kostenrechnung. Man habe erst kürzlich lange über einen Rasenmäher für den TSV Brunnthal diskutiert und schließlich einen 25-Prozent-Zuschuss der Gemeinde. Eine derart üppige Forderung sei darum nun nicht zu vertreten.

In eine andere Richtung zielte der Vorstoß von Matthias Amtmann (UBW). „Eigenleistung“ lautete sein Zauberwort. Sylvester Schuster (UBW) sprach sich ebenso wie Thomas Mayer (CSU) für eine große, langfristige Lösung aus. Zudem habe der Verein die Anlage 40 Jahre in Schuss gehalten, ergänzte Mayer.

Am Ende einigte man sich auf weitere Kostenanalysen. So sollen Gartenbaufirmen Angebote abgeben, und der TCB soll auch Angebote für nicht so umfangreiche Wegeplanung prüfen. Bis zur nächsten Bauausschusssitzung im März sollen neue Zahlen vorliegen.

Harald Hettich

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