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Rund 50 Zuhörer verfolgen die Versammlung.

Anwohner ärgern sich über Busverkehr in Hofoldinger Fichtenstraße

"Lärm und Saustall ohne Ende"

Hofolding –Ihrem Ärger haben die Hofoldinger bei der Bürgerversammlung Luft gemacht. Zentraler Kritikpunkt: Der Busverkehr an der Fichtenstraße.

Einmal mehr Schwerpunkt bei der Versammlung: Die Verkehrsprobleme an der Fichtenstraße, wo das Bus-Großunternehmer Geldhauser angesiedelt ist. Doch die betroffenen Anwohner unter den rund 50 Hofoldingern klagten nicht nur ihr zunehmendes Leid über Park-Wildwuchs, nächtliche Rangier- und Lärmbelästigungen. Sie betonten auch Dialogbereitschaft mit dem Gewerberiesen. Am Ende versprach Bürgermeister Stefan Kern (CSU), die Sorgen und Nöte bei den Verantwortlichen des Busunternehmens einmal mehr zur Sprache zu bringen.

„Natürlich ist die Firma Geldhauser ein wichtiger Gewerbesteuerzahler in der Gemeinde“,  lenkte Anwohnerin Elisabeth Plorin ein und zeigte Verständnis für das Anliegen de Firma, den wachsenden Fuhrpark im Umgriff der Zentrale an der Fichtenstraße unterzubringen. Die Situation habe sich aber zuletzt weiter verschärft. Zumal in den Anliegerstraßen längst nicht nur die Busse parkten, sondern auch viele Privatautos der Angestellten. „Für Mütter mit Kindern ist es an der Fichtenstraße und den angrenzenden Wohnstraßen oft schwierig bis unmöglich, mit Kinderwagen überhaupt noch durch die Straßen zu kommen“, verdeutlichte Plorin. „Schwierig bis unmöglich wird die Situation wohl im Winter: Die Räumdienste haben vor Ort keine Chance, durchzukommen.“ Plorin forderte von der Gemeinde: „Es muss etwas passieren.“ 

Damit sprach sie Anwohner Haymo Clément, der in der Fichtenstraße direkt gegenüber des Unternehmenssitzes und des zentralen Busparkplatzes wohnt, aus der Seele: „Lärm und Saustall ohne Ende. Es muss endlich was passieren“, forderte er. „Direkt vor unseren Fenstern parken riesige Reisebusse. Um 4 Uhr morgens wird da rangiert, aus- und umgeladen. Ein Busunternehmen mitten im Wohngebiet: Da fällt einem nichts mehr ein“, empörte er sich. 

Bürgermeister Kern lag mit seiner Einschätzung, viele Anwohner seien „stinksauer“, also goldrichtig. Nach Ansicht der Anwohner sind die Zustände vor Ort im wahrsten Wortsinne heillos verfahren. Der Rathauschef zeigte Verständnis. Es gebe „Grenzwerte der Lärmbelästigung“. Bei zu viel Getöse müssten die Bürger aber selbst beim Landkreis auf Nachbesserungen drängen. Die Gemeinde könne nur beratend tätig werden. 

Beim Problem Parkdruck sei man schon tätig geworden. Kern verwies auf gewidmete Parkplätze rund um das Vereinsgelände des TSV Hofolding. „Dort darf zu bestimmten Zeiten in Absprache mit der Polizei nur von TSV-Sportlern und Besuchern der Gaststätte geparkt werden.“ 

Richtig glücklich sind mit dieser Regelung nicht alle. Einige Mütter, deren Nachwuchs die Kindertagesstätte an der Tannenstraße besucht, wünschten sich andere Parkverhältnisse: „Die sehr ungeschickte, wechselseitige Park- und Halteverbotsregelung“ führe zu einem Schlingerkurs der Autos, erläuterte eine Betroffene. Kern widersprach. Die Anordnung sei im Interesse der Kinder vernünftig. Direkt vor dem Sportplatz Parkplätze einzurichten, verbiete sich wegen Sichtproblemen. „Wenn da Autos parken, sehen die Kinder nichts und sind selbst nicht zu sehen.“ Einen Unfall habe es schon gegeben. Deshalb sie die Parkzone auf die dem Sportplatz abgewandte Seite verlegt worden.

hh

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