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Die Arbeiten für die neue Brunnthaler Ortsmitte haben nach langen Vorbereitungen begonnen. Die Kräne zeugen davon als weit sichtbares Zeichen.

Bürgermeister Kern: „Wir sind gut im Zeitplan“

Baustart für Brunnthals neue Mitte

Nach langer Vorbereitung beginnen die Bauarbeiten für ein Wohnhaus mit zehn barrierefreien Einheiten und ein Gewerbe-Gastro-Ensemble im Ortszentrum von Brunnthal. Bis Herbst 2019 soll alles fertig sein.

Brunnthal – Zwei Kräne haben in der Brunnthaler Ortsmitte das Kommando übernommen, wachen erhaben über dem ehemaligen Lutterschmid-Areal. In diesen Tagen beginnt dort nach langen Planungen der Bau des neuen Ortszentrums gegenüber vom Rathaus. Bis Herbst 2019 soll ein Ensemble mit Hotel, Gastronomie, Gewerbe und im Süden angrenzend ein Wohnhaus mit zehn barrierefreien Einheiten entstehen.

Ein Rumoren war auf der Baustelle in der vergangenen Woche das erste Mal vernehmbar. Baulärm. „Wir sind gut im Zeitplan“, sagt Rathauschef Stefan Kern (CSU) erfreut. In dieser Woche soll der Erdaushub für Hotel, Gastronomie und Gewerbe starten. Beim Wohnhaus direkt dahinter sind die Arbeiten schon etwas weiter fortgeschritten. Dort ist der Aushub bereits erledigt, die Fundament-Bodenplatte und ein Teil der Seitenwände werden nun bereits eingesetzt. „Wichtig ist, dass wir parallel an beiden Teilbaustellen arbeiten können und damit Zeit sparen“, betont Kern. Bewusst würden zwei unterschiedlich große Auslegerkrane verwendet, „damit die Arme nicht zusammenstoßen und die Arbeiten unabhängig voneinander laufen können“. Der größere Kran ist fast 40 Meter hoch.

Hintergrund: Der Zeitplan ist durchaus ehrgeizig. Noch in diesem Jahr soll das Dach auf beide Neubauten kommen. Ein durchaus schwieriges Unterfangen, gilt es doch, die bestehende Außenwand des alten Lutterschmid-Saals am Ostrand zu integrieren. „Wichtig ist, dass diese Wand hält“, sagt der Bürgermeister. Schließlich ist sie auch als zusätzlicher Lärmschutz zum Nachbaranwesen vorgesehen. 2018 steht dann im Zeichen des Innenausbaus.

Bezüglich der Kosten ist Kern positiv gestimmt. Aktuell seien 12,5 Millionen Euro für das Gesamtprojekt veranschlagt. „Wir sind nicht überall zu teuer“, stellt der Bürgermeister klar – und wehrt sich gegen den Vorwurf mancher Skeptiker, die den Kostenansatz kritisch sehen. Der hat sich von ursprünglich sechs Millionen mehr als verdoppelt. Einige Brunnthaler fürchten ein Risiko für die Finanzsolidität der Gemeinde. Kern hält dagegen: Man dürfe nicht vergessen, dass zum Ausgangsprojekt, dem gewerblichen Bau, nun das Wohnhaus zusätzlich hinzugekommen sei. Und mit diesem Projekt schaffe die Kommune dringend benötigten Wohnraum. „Auch bei den Ausschreibungen konnten wir inzwischen erfolgreich an der Kostenschraube drehen“, sagt der Rathauschef mit Blick auf aktuelle Vereinbarungen mit Planern und Handwerkern. Das zweite Ausschreibungspaket für die Baumeisterarbeiten hatte deutlich über den Kostenansätzen gelegen. Das Problem: „Eine für Auftraggeber durchaus schwierige Marktlage“. Diese hat Brunnthal deutlich zu spüren bekommen. Die Auftragsbücher der Baubetriebe sind voll, bei Ausschreibungen gibt es wenig Rücklauf und somit wenig Konkurrenz für Bewerber. Aber „wir konnten im dritten Paket für den Innenausbau über acht Prozent einsparen“, betont Kern erfreut. In Zahlen: 156 000 Euro. Und insgesamt sind bereits 60 Prozent des Gesamtvolumens ausgeschrieben.

Auch an anderer Stelle läuft es rund: Für die geplante Gastronomie, das Herzstück des neuen Ortszentrums, „haben wir sehr gute Bewerbungen von Wirten erhalten, hinter denen namhafte Brauereien stehen“, sagt der Rathauschef. Aber nun sind erstmal die Bauarbeiter am Zug. Es rumort in der Ortsmitte.

Von Harald Hettich

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