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Netzausbau: Brunnthal investiert in Glasfaserkabel.

Brunnthal baut Netz aus

Schnelles Internet für 1700 Haushalte

Brunnthal –48 Kilometer Glasfaserkabel für 1700 Haushalte: Brunnthal investiert in schnelles Internet. Und will dabei durch einen Trick Geld sparen. 

Der Gemeinderat hat einen Planer beauftragt und dessen Netzausbauplan verabschiedet. Über 1700 Haushalte sollen auf Sicht mit der neuen Technik verbunden werden. 

Der Handlungsbedarf ist unbestritten. Derzeit befindet sich der Ausbau in Brunnthal auf höchst unterschiedlichem Niveau. Die Qualität und Schnelligkeit der Internet-Verbindung ist derzeit abhängig von der Entfernung zum nächsten Verteilerkasten. Etwa ist ein in der Stadt längst übliches Angebot wie Video-on-Demand in manchem Ortsteil von Waldbrunn bis Faistenhaar noch Zukunftsmusik. 

Das soll sich nun ändern. Der Vorteil für die Gemeinde: Die Kosten dürften sich durch Synergien für die finanziell stark belastete Kommune (Ortsmitte-Gestaltung) im Rahmen halten. Denn geplant ist, die unterirdischen Glasfaserkabel zu verlegen, wenn ohnehin Straßenausbau-Arbeiten anstehen und die Fahrbahn-Decken aufgerissen werden. 

Und ein Bedarf an dem Ausbau und der Sanierung von Straße besteht in Brunnthal reichlich. Darum können die Kabel mancherorts relativ zeitnah verlegt werden. Mit dieser Strategie will die Gemeinde kräftig sparen.

Ein Komplettausbau mit schnellen Internet würde die Kommune geschätzt rund zehn Millionen Euro kosten. Wird dieser in den Straßenbau integriert, ist der Ausbau über einen Realisierungs-Zeitraum von rund zehn Jahren deutlich preisgünstiger. Zumal es Zuschüsse über das Breitband-Förderprogramm der Bayerischen Staatsregierung gibt.  

Um die aktuelle Situation des Netzes zu prüfen und eine Teilhabe am Breitband-Förderprogramm zu eruieren, haben die Gemeinden Brunnthal und Aying gemeinsam eine Bestandsaufnahme anfertigen lassen. Nach dem Ausbau sollen dann deutlich verbesserte Datenraten mit 50 Megabit pro Sekunde beziehungsweise 2 MB pro Sekunde beim Down- und Upload erreicht werden.

Harald Hettich

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