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Die Zahl der Schüler in der Gemeinde Brunnthal wird in den nächsten Jahren ansteigen. Ob genügend Platz für sie vorhanden ist, darüber gehen die Meinungen auseinander. 

 Brunnthaler Gemeinderat legt zum Thema Raumnot eine Extraschicht ein

Bildung braucht Platz

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Weisen Brunnthals wesentliche Bildungsträger „dringlichen Raumbedarf“ auf? Das legt ein Antrag von Anouchka Andres (SPD), Hilde Miner (Grüne) sowie Matthias Amtmann und Sylvester Schuster (beide UBW) nahe. Oder aber sind das „haltlose Annahmen“, wie Bürgermeister Stefan Kern (CSU) im Gemeinderat behauptete?

Brunnthal– Die Beantwortung dieser Frage fällt offenbar nicht nur Außenstehenden schwer. Einstimmiger Beschluss im Gemeinderat war, über das künftige Bildungs-Portfolio und die notwendigen Raum-Ressourcen nachzudenken. In Kürze wollen die Gemeinderäte in Wochenend-Klausur gehen, um abgeschieden vom Alltagsgetriebe zu sondieren, wo die Schüler künftig ihre Klausuren schreiben sollen.

Die Antragsteller hatten die Brunnthaler Grundschule an der Belastungsgrenze gewähnt, wenn spätestens ab 2020 eine 11. Klasse untergebracht werden müsse. Dafür sei kein Platz und zudem werde die Raumsituation durch die mögliche Einführung von „gebundenen Ganztagesschulen“ noch verschärft. An Bürgermeister Kern prallten die Argumente ab. Zum einen sei die Einführung der Ganztagesschule offen. Zum anderen habe man genug Platz, um eine dreizügige Grundschule mit mindestens zwölf Klassen an der Jahnstraße zu etablieren.

Während die Antragsteller ein schlüssiges „Gesamtkonzept“ vermissen und unterstellen, es würden „nur Notlösungen“ für Schule, Mittagsbetreuung, Musikschule und Volkshochschule angeboten, ging der Bürgermeister im Verbund mit seinem Parteikollegen und Rathaus-Vize Thomas Mayer zum Gegenangriff über. „Genau diese heutigen Antragsteller“ haben sich laut Kern und Mayer im Jahr 2013 selbst jener „zukunftsfähigen und nachhaltigen Lösung“ entzogen. Damals sei das Tauschgeschäft für ein Grundstück direkt an der Schule für den zielgerichteten Bau neuer Bildungseinrichtungen „wegen veränderter Mehrheitsverhältnisse vor der Wahl“ unmöglich geworden. Dem Blick nach hinten ließen die beiden Christsozialen aber die aktuelle Ortsbeschau folgen. „Richtig, bei der Mittagsbetreuung besteht Raumbedarf“, sagte Kern. Aber sollte die Ganztagesbetreuung kommen, sei man in Sachen Raumausstattung besser aufgestellt als bisher. „Weil dann der Raumbedarf des Hortes und der Mittagsbetreuung ja wegfallen.“ Im Ganztagsbetrieb sei lediglich eine Cafétéria neu einzuplanen. Doch das würden die heutigen Raumressourcen auffangen. „Unsere Klassenzimmer sind überdurchschnittlich groß, ebenso die Lehrerbereiche.“ Neue Raumaufteilungen seien möglich. Dazu könne man den Saal des TSV-Vereinsheims fest für die VHS ertüchtigen. Bei den Vorstellungen über Kostenumfänge differierten die Ansichten ebenso wie bei der Frage der Planungskonzeption. Dafür und zur Klärung weiterer Bildungsfragen geht der Gemeinderat demnächst in Klausur.

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