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Vier Windräder könnten auch bald im Hofoldinger Forst stehen. (Symbolfoto)

Bürger sollen an Planungen beteiligt werden

Neue Details: So viele Windräder sollen im Hofoldinger Forst entstehen

Der Hofoldinger Forst soll nun doch noch zum Windkraft-Standort werden. Die Landkreise München und Miesbach haben dazu jetzt neue Infos bekannt gegeben.

Hofolding – Nachdem bekannt wurde, dass die Bayerische Staatsregierung 100 neue Windkraftanlagen in den Staatsforsten errichten lassen will, ist auch der Hofoldinger Fortst als Windkraft-Standort wieder in den Fokus gerückt (wir berichteten). Das bestätigen nun auch die Landkreise München und Miesbach in einer gemeinsamen Presseerklärung. Von einem Windpark mit vier Windrädern in unmittelbarer Nähe der Autobahn A8 ist hier die Rede. Dafür will die ARGE „Windenergie Hofoldinger Forst“ ihre Planungen intensivieren und hierfür einen Standortsicherungsvertrag mit den Staatsforsten anstreben.

Windräder im Hofoldinger Forst: Genossenschaftsmodell denkbar

Ziel sei es, Großinvestitionen von Dritten in Windkraft-Anlagen im Hofoldinger Forst möglichst zu verhindern und die kommunale Planungshoheit zu bewahren, um vor allem auch eine intensive Beteiligung der Bürger der betreffenden Kommunen Aying, Brunnthal, Sauerlach und Otterfing (Kreis Miesbach) im Planungsprozess zu ermöglichen. Über ein Genossenschaftsmodell würde der wirtschaftliche Ertrag in der Region bleiben. 

Neue Technik für Schwachwindstandorte

Jahrelang hieß es, dass Windenergie im Süden des Landkreises nicht wirtschaftlich sei, weil hier einfach zu wenig Wind weht. Im vergangenen Jahr änderte sich dann die Ausgangslage, zum einen durch leistungsfähigere Windenergieanlagen für Schwachwindstandorte, die auf den Markt kamen, zum anderen durch steigende Ausschreibungsergebnisse für Zuschläge nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Auch eine Standort-Voruntersuchung, die im Auftrag der ARGE durchgeführt wurde, kam laut Pressemitteilung zum Schluss, dass die wirtschaftliche Erzeugung von Windstrom im Hofoldinger Forst grundsätzlich möglich ist. 

Windgutachten noch nicht in Auftrag gegeben

Eine abschließende Entscheidung, ob im Hofoldinger Forst Windräder entstehen sollen, ist aber bisher nicht gefallen. Hierfür müssten zunächst noch Informationen zur Windhöffigkeit erhoben und eine spezielle artenschutzrechtliche Prüfung durchgeführt werden. Ein für mögliche weitere Planungen vorausgesetztes Windgutachten wurde bisher nicht beauftragt. Die Gespräche dazu sollen im September fortgeführt werden.

mm

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