Pflege und Betreuung vor Ort erwünscht

Brunnthal will bessere Versorgung der Senioren

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Die Gemeinde Brunnthal will ihre Seniorenarbeit auf verschiedenen Feldern erweitern – von der Tages- bis zur Kurzzeitpflege, vom Betreuten Wohnen bis zur Stationären Pflege.

Einem entsprechenden Antrag der CSU, der Vorstoß kam von der Frauen-Union, stimmte der Gemeinderat einstimmig zu. Geeignete Anbieter aus dem Pflegebereich sollen beim Aufbau entsprechender Strukturen von der Gemeinde unterstützt werden. Zudem will man geeignete Grundstücke im Zuge von Bebauungsplanverfahren bereitstellen und auf Grundstücksbesitzer zugehen. Zwei Areale haben die CSU-Frauen um Gemeinderätin Ulla Gocke für das Projekt bereits ausgemacht. Die Gemeinde entsprach dem Wunsch der Frauen-Union und wird auf die Eigentümer der Flächen bei der Tagespflege Sophia in Hofolding (im Besitz des Freistaates) und auf kirchlichem Terrain gleich hinter dem Brunnthaler Pfarrhaus zugehen. Ziel der Antragstellerinnen ist es, diese beiden Flächen mit geeignetem Versorgungsangebot als Schwerpunkt der Seniorenbetreuung im Ort zu überplanen.

Gocke sieht zwar das Angebot der Kinderbetreuung, der Kultur und Freizeit in der Gemeinde als „umfangreich“. Entwicklungspotenzial gebe es aber bei der Betreuung und Pflege von Senioren. „Senioren sollen unabhängig von ihrem persönlichen Gesundheitszustand am gesellschaftlichen Leben teilhaben können und weiterhin ein wesentlicher Bestandteil sein“, so Gocke. Unter anderem soll deshalb das Pflegeangebot ausgeweitet werden. „Wir werden mit dem Freistaat und der Kirche entsprechende Gespräche aufnehmen“, versicherte Zweiter Bürgermeister Thomas Mayer (CSU) auf Anfrage. „Da hoffen wir durchaus auf positive Signale.“

Die Seniorenarbeit generell zählt zu den freiwilligen Aufgaben einer Gemeinde, welche sie im Rahmen ihrer finanziellen Leistungsfähigkeit erfüllt. Die örtliche Seniorenarbeit findet bisher im Rahmen des Brunnthaler und Hofoldinger Seniorenkreises statt. Doch die gemeindlichen Kapazitäten sind begrenzt. Deshalb will man private Dienstleister mit ins Boot holen. Pflegeheime gibt es derzeit in den Nachbargemeinden Aying, Sauerlach und Höhenkirchen-Siegertsbrunn. Doch der Bedarf an Plätzen in den unterschiedlichen Pflegestufen wächst. „Dabei geht es auch darum, nicht nur die Senioren selbst, sondern auch die pflegenden Angehörigen mit einem entsprechenden Angebot zu entlasten“, so Mayer.

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