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Die aktuelle Momentaufnahme zeigt: Das Bauprojekt Ortsmitte Brunnthal kommt inzwischen wieder gut voran. Nach einigen Hemmnissen soll der Fertigstellungstermin Frühjahr 2019 nun doch eingehalten werden. 

Bauprojekt

Brunnthals Ortsmitte wird immer teurer

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Der Bau von Gastronomie, Hotel, Gewerbe und Wohnen direkt gegenüber dem Rathaus Brunnthal wird rund 900 000 Euro teurer als 2016 veranschlagt.

Brunnthal – Damit kommt die neue Ortsmitte schon auf rund 11,3 Millionen Euro. Das Projekt war im Gemeinderat wieder prägendes Thema. Mittlerweile sind nach den Hochrechnungen der Projektsteuerer mehr als 90 Prozent der Bauleistungen vergeben. Eine absolute Kostensumme wurde im Gemeinderat zwar nicht genannt. Allerdings versicherte Bürgermeister Stefan Kern (CSU), das Großprojekt sei durch Rücklagen im Haushalt und der Gemeindekasse weiter finanziell gesichert. Auf Nachfrage des Münchner Merkur ging Kern mehr ins Detail einer für viele Bürger und selbst Beteiligte schwer überschaubaren Zahlenmaterie (s. unten).

Interessant war, dass sich die Diskussionen im Gemeinderat vermehrt um Detailfragen der Ausgestaltung drehten. Offensichtlich haben sich die meisten mit den Mehrkosten abgefunden, es gab dazu keine weiteren Debatten. Architekt Werner Eck und die Gemeinde hatten für die Freiflächengestaltung die renommierten Landschaftsplaner von Adler und Olesch ins Boot geholt. 

Keine Kastanienbäume im Biergarten

Geschäftsführerin Dorothee Gerstner hatte reichlich Grünvorschläge zur Sitzung mitgebracht. Bei den geplanten großen Bäumen auf dem Areal sollen Gleditschien (Lederhülsenbäume) nach dem Willen der Mehrheit das Ortsmitte-Bild rund um den Neubau prägen. „Lichten Schatten“ verspricht laut Gerstner diese Baumart mit kahlen Stämmen im unteren Bereich und üppigem Blattbewuchs weiter oben bis in die Krone der gut 20 Meter hohen Bäume. Zierapfel, Birne und fruchtlose Kleingehölze neben Staudenpflanzen sollen das Grünbild auch mit kleineren Pflanzungen ergänzen. Dagegen fiel die für viele Biergärten so typische Kastanie durch. Wegen ihrer Wurzelentwicklung, die könnte eine Gefahr sein für den neuen großflächigen Pflasterbelag besonders im Biergartenbereich inmitten des Neubaus. Für Bepflasterung in großflächigen Hell-Dunkelfeldern votierten alle. Kieselsteine wie in vielen Biergärten wollte in der Brunnthaler Ortsmitte keiner. Insgesamt soll mehr begrünt werden als in der Eingangsplanung vorgesehen, besonders im Frontbereich an der Münchner Straße.

Belastung durch Lkw-Verkehr

Zudem wurden weitere Aufträge für den Innen- und Außenausbau vergeben. Im Bauausschuss vor Wochenfrist waren einige Projektfortschreibungen noch ausgebremst worden. Fertig werden will man mit der Ortsmitte trotz baulicher Verzögerungen und Schwierigkeiten im Zuge der europaweiten Ausschreibung dennoch pünktlich. Wie Architekt Werner Eck und die gemeindlichen Projektsteuerer um Peter Aumann versicherten, sei der avisierte Termin im Frühjahr 2019 realistisch. Am 26.4.2019 genau soll das Objekt bezugsfertig sein. Bereits vor der endgültigen Fertigstellung soll ein eigens eingerichteter Musterraum detaillierte Einblicke bieten.

Noch plagen sich die Brunnthaler und der Verkehr rund um die Großbaustelle mit erschwerten Verkehrsbedingungen. „Die Behinderungen durch die vielen Lkw dauern nur noch ein paar Tage“, versprachen die Projektsteuerer Besserung rund ums Straßengeviert an Münchner- und Hofoldinger Straße. Durch das Setzen von Fundamenten und Regenwannen war zuletzt vermehrt Schwerlastverkehr direkt an der Baustelle notwendig.

Bürgermeister schlüsselt Kosten auf

„15 Millionen werden es sicher nicht“ widersprach Bürgermeister Stefan Kern (CSU) erneut „Mutmaßungen“ in Teilen des Gemeinderates. Er nannte auf Nachfrage exakte Zahlen, die den gegenwärtigen Umfang beschreiben. Eine Kostenschätzung im Juli 2016 hatte für das Gesamtensemble aus Gastronomie und Wohnen Projektkosten von 10,38 Millionen Euro erbracht. Eine aktuelle Prognose vom 10. Aprril 2018 geht nun von Gesamtkosten für die Ortsmitte in Höhe von 11,3 Millionen Euro aus. Rund 2,5 Millionen Euro entfallen auf das Wohnhaus, gut 8,8 Millionen Euro auf den Gasthof. Soviel zum Nettovolumen. Beim Wohnhaus hat die Gemeinde laut Kern zuzüglich etwa 450 000 Euro an Mehrwertsteuer zu entrichten, die im Bereich Gastronomie, Hotel, Gewerbe entfällt. Allerdings gewährt der Freistaat einen Projektzuschuss von 940 000 Euro. „Wir sind absolut im Kostenrahmen“, betonte Kern erneut. Wie der exakte Kosten-Rahmen in der Endversion aussieht, wird man wohl erst nach der Fertigstellung der Immobilie im nächsten Jahr an der Endabrechnung ablesen können. Dann, wenn auch die Lederhülsenbäume endgültig „lichten Schatten“ spenden

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