Lebenslänglich wegen Polizistenmords für Reichsbürger

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Alles aufsitzen: Der Burschenverein Hofolding hat den neuen Maibaum abgeholt – bei schönstem Wetter. Zur Feier des Tages spielte die Blasmusik

Burschenverein holt den Maibaum ein

32 Meter Tradition

Hofolding -  Am 1. Mai endet für Hofolding eine zweijährige Wartezeit „Zeit ist es geworden, dass wir demnächst wieder einen Maibaum in Hofolding haben“. Florian Tränker als Vorsitzender des örtlichen Burschenvereins brachte zum Ausdruck, was ohnehin alle dachten.

An sich hat ein Maibaum eine Lebenszeit von fünf Jahren. So ist der Brauch. Doch der Technische Überwachungsverein (TÜV) hat strenge Regularien in puncto Sicherheit. Deshalb hatte der letzte weiß-blaue Riese vor etwa zwei Jahren aufgrund von Sicherheitsrisiken aufgrund von möglichen Bruch- und Morschstellen bereits vorzeitig aus der Hofoldinger Ortsmitte entfernt werden müssen.

Seit Samstag dürfen die Hofoldinger wieder auf ein Ende der baumlosen Zeit am 1. Mai hoffen. „Baum einholen“ war angesagt für die rund 30 Helfer. Sie machten sich mit viel technischem Gerät und reichlich Muskelkraft daran, eine stolze, von den Burschen-Vorstands-Vätern Rudolf Tränker und Rudolf Oswald gespendete Fichte aus dem Hofoldinger Forst ins nahe Burschenheim zu transportieren.

32 Meter misst der Baum aus dem Abschnitt „Taxen geräumt“. Etwa 1,5 Kilometer musste die Mehr-Tonnen-Last über Waldwege und Felder nordwärts befördert werden. Mithilfe der Feuerwehr hat alles gut geklappt. „Geschlagen hatten wir den Baum schon vor mehreren Wochen“, erklärt Tränker. Auch die Auswahl des geeigneten Stammes habe einige Zeit in Anspruch genommen. Immerhin wolle man nach der maibaumlosen Zeit qualitativ nicht daneben liegen. Und schließlich ist der junge Mann beruflich als Forstwirt unterwegs und kennt sich im Wald bestens aus. Aufwändig wurde das gute Stück auf Pflöcken direkt neben dem Burschenheim zunächst aufgebahrt. Nach dem Schepsen, dem Entfernen der Rinde für ein vollständiges Austrocknen des Baums wird der ehrwürdige Riese in den sechs Wochen bis zum ersten Mai gehobelt, geschliffen und gestrichen. Erst nach diesen wichtigen Vorarbeiten geht es dann an die umfangreiche Schmückung und Verzierung. „Viel Arbeit“, sagt Tränker lachend, „aber es macht auch viel Spaß“.

Diverse Arbeittrupps kümmern sich abschnittsweise um den Baum. Andere bauten am Samstag einen Dachverschlag, um das edle Holz für die kommenden Wochen einzuhüllen und vor Wetterunbilden zu schützen. Apropos Schutz: Damit das gute Stück nicht von anderen Burschenvereinen geklaut wird, haben auch die Hofoldinger ihre Wach-Bataillone schon in Stellung gebracht. In zwei Schichten wird die Fichte tags wie nachts akribisch bewacht. Doch neben all der Arbeit und des Wachdienstes gibt’s natürlich reichlich Grund zum Feiern. Am Samstag bei Steckerlfisch und Weißwürsten satt, schmissigen Volksmusik-Weisen und abends bei der großen Party im Burschenheim ließen es die jungen Leute krachen und das Dorf schaute vorbei.

35 junge Kerle und 18 Mädchen zählt der Verein derzeit. Die Wartezeit bis zum 1. Mai versüßen sich die Hofoldinger in Etappen. „Jeden Samstag feiern wir bis zum 1. Mai eine Mottoparty“, sagt Tränker. Am 30. April ist Schluss mit lustig. Dann wird der neue Maibaum endlich aufgestellt. „Per Hand natürlich“, blickt Tränker auf den finalen Akt am Dorfplatz. Tags darauf tanzt Hofolding dann endlich wieder um den eigenen Maibaum in den Mai.

Harald Hettich

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