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Anstelle dieses maroden Baus soll ein Marktzentrum gebaut werden.

Am Eugen-Sänger-Ring

Investoren planen Drogerie- und Supermarkt in Brunnthal Nord

Brunnthal - Eine Erweiterung des ohnehin bereits brummenden Gewerbeareals Brunnthal Nord dürfte bald anstehen. Einem entsprechenden Vorbescheidsantrag einer Investorengruppe hat der Bauausschuss des Brunnthaler Gemeinderates grundsätzlich zugestimmt.

Ingesamt sollen auf dem Gelände am Eugen-Sänger-Ring 4 und 6 ein Supermarkt, ein Drogerie- und ein Getränkemarkt mit zusammen voraussichtlich rund 2000 Quadratmetern Angebotsfläche gebaut werden. Der bestehende Altbau, aufgrund seiner maroden Substanz bereits wiederholt Thema im Rat, soll dem Neubauprojekt weichen. Die weiteren Entscheidungen im Genehmigungsverfahren liegen nach der Prüfung im Brunnthaler Rathaus nun beim Landkreis.

Baubeginn 2017

Bereits im kommenden Jahr könnte dann der Startschuss für die weitere Gewerbeverdichtung in Brunnthal Nord fallen. In den Planspielen sind jeweils rund 800 Quadratmeter für einen Drogeriemarkt und einen Lebensmittel-Vollsortimenter vorgesehen. Dazu soll auf etwa 400 Quadratmeter Fläche ein größerer Getränkemarkt entstehen. Der neue Gebäudequader mit einer Höhe von rund 12,5 Metern und einer Grundfläche von knapp 49 mal 57,5 Metern dürfte das Ortsbild weiter prägen. Gegen eine vom Baubetreiber über die Bebauungsplan-Festsetzungen hinaus gehende Erhöhung der Grundflächenzahl (GRZ) von 0,5 auf 0,86 wandte sich der Bauausschuss allerdings deutlich mit 6:1 Stimmen.

Bauausschuss fordert Verkehrsgutachten

Auch die Vorbescheids-Bewilligung knüpfte das Gremium in diversen Detailfragen an klare Voraussetzungen. So müssen die Bauherren mit einer Verkehrsuntersuchung auf eigene Kosten nachweisen, dass der durch die Märkte entstehende zusätzliche Verkehr im ohnehin stark frequentierten Quartier allein über die bisherige Erschließung in Richtung Bundesstraße 471 abgewickelt werden kann und keine neuen Trassen notwendig werden. Was an Bäumen und Grünflächen wegfällt, muss nach dem Willen des Ausschusses andernorts „gleichwertig ausgeglichen werden“.

Rücksichtnahme auf Kindertagesstätte

 Auch mit Blick auf den Stellplatznachweis zeigten sich die Gemeinderäte im Bauausschuss vorausschauend fürsorglich. Auf die angrenzende Kindertagesstätte dürften etwa keine schädlichen Umwelteinwirkungen ausstrahlen. Auch hier ist ein Gutachten obligatorisch. Die Parkplätze müssen wasserdurchlässig sein und eingegrünt werden. Um den Gesamtneubau soll ein weiterer Grünzug die Abstandsflächen zur Nachbarbebauung sichern.

Insgesamt bekam die Planung auch noch einen Denkzettel mit auf den Weg. Denn dem anfänglich erarbeiteten Stellplatznachweis stimmte der Ausschuss einmütig nicht zu. Insgesamt seien mehr Stellplätze nachzuweisen, als in der Eingangsplanung vorgesehen, unterstrich Bürgermeister Stefan Kern (CSU) auf Nachfrage. In dem Gesamtprojekt erkennt der Rathauschef freilich eine Belebung für das pulsierende Gewerbeumfeld Brunnthal Nord.




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