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Feiern am Feuer: Johannifest in Brunnthal mit über 1000 Besuchern

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Von: Volker Camehn

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Ein Spektakel, das sich niemand entgehen lassen wollte, war das Entzünden des Johannifeuers.
Ein Spektakel, das sich niemand entgehen lassen wollte, war das Entzünden des Johannifeuers. Fotos: volker camehn © Volker Camehn

Mehr als 1000 Besucher pilgerten am Samstag zum Johannifest nach Brunnthal. Der Burschenverein hat keine Mühen gescheut, um ein gelungenes Fest auf die Beine zu stellen.

Brunnthal – Für Albert Hauser und seine insgesamt 35 Helfer ist es definitiv eine kurze Nacht von Samstag auf Sonntag gewesen. „Um 8 Uhr geht mein Wecker und dann sind wir den ganzen Tag damit beschäftigt, die Festwiese aufzuräumen“, erzählt der Vorsitzende des Burschenverein Brunnthal sichtlich gut gelaunt am Vorabend. Aufräumen am nächsten Morgen, das heißt:

Zelte abbauen, Bierbänke verstauen, Müll wegräumen. Am Sonntagabend zeugt dann nur noch etwas Holzkohle vom großen Volksfest an der Kirchstockacher Straße. Albert Hauser engagiert sich seit zehn Jahren im Burschenverein und jetzt veranstaltet sein Verein die erste Johannifeuer-Feier seit drei Jahren. Umso größer ist die Freude.

Stolz auf das gelungene Fest ist Burschen-Chef Albert Hauser (Mitte), der mit zwei Besuchern anstößt.
Stolz auf das gelungene Fest ist Burschen-Chef Albert Hauser (Mitte), der mit zwei Besuchern anstößt. © Volker Camehn

Wetterbedingt um einen Tag verschoben

2019 musste das beliebte Fest wegen allerlei gemeindlicher Sicherheitsauflagen abgesagt werden, dann machte die Corona-Pandemie den Burschen einen dicken Strich durch die Rechnung. Und auch heuer ging es nicht ganz reibungslos über die Bühne: Wetterbedingt beschlossen Hauser und sein Team, das Johannifeuer einen Tag später anzuzünden, um die Sonnenwende zu feiern und den Sommer zu begrüßen.

Besucher-Ansturm: Die Festwiese war bis auf den letzten Platz gefüllt.
Besucher-Ansturm: Die Festwiese war bis auf den letzten Platz gefüllt. © Volker Camehn

Der Stimmung unter den „gut 1200 Besuchern“, wie Hauser schätzt, tat das indes keinen Abbruch. Am Abend gab’s gegrilltes Fleisch, Steckerlfisch und selbstverständlich Bier- und Limospezialitäten. Für eine dezente musikalische Untermalung sorgte das Volksmusik-Sextett Agatharieder Tanzmusi. Zahlreiche Kinder tobten indes in übermütiger Erwartung aufs Johannifeuer übers Areal, schleppten Bierbänke hin und her und balgten auf der Festwiese.

Um 21.30 Uhr schließlich setzten Hauser und zwei Helfer den riesigen Holzstoß in Brand. Gegen 23 Uhr öffnete dann die Bar im eigens aufgebauten Zelt...

Holz von Landwirten gespendet

„Das Zelt ist dieses Jahr neu“, erklärt Albert Hauser. „Wir wollten der Bar gewissermaßen einen Rahmen geben.“ Eine gute Woche haben die Burschen die Festwiese für diesen Tag hergerichtet, immer abends nach Feierabend. Wobei vor allem „so Kleinkram, wie die Elektrik, leicht mal Schwierigkeiten macht“, betont Hauser. „Die richtig zu verlegen, ist enorm zeitaufwendig.“

Der Aufbau des Holzstoßes fürs Johannifeuer brauchte naturgemäß noch längeren Vorlauf. „Die Bäume müssen ja rechtzeitig gefällt, verarbeitet und anschließend zum Festplatz gebracht werden“, sagt Albert Hauser. Holz, das aus dem Staatsforst kommt und das Landwirte aus der Umgebung spenden. „Da haben wir sehr gute Kontakte, für die wir auch sehr dankbar sind“, betont Hauser. Etwa 20 Ster wurden fürs Johannifeuer insgesamt aufgeschichtet.

Dass er morgen früh zeitig aufstehen muss, davon lässt sich Burschen-Chef an diesem Abend nicht die gute Laune vermiesen. „Das gehört halt dazu, lange feiern, früh aufstehen – da müssen wir durch“, sagt er lachend.

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