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„Schau nicht zu, sondern mach mit!“Macht hoch die Tür: Erwartungsfrohe Kampagnen-Macher für eine zukunftssicher aufgestellte Feuerwehr in Brunnthal und Hofolding (v.li.): Klaus Sprenzel (Kommandant Brunnthal), Andreas Tränker (Stellvertretender Kommandant Hofolding), Thomas Mayer (FFW-Vereinsvorstand Brunnthal), Thomas Hirsch (FFW Vorstand Hofolding), Alexandra Herfurtner (Medien-Designerin), die beiden stellvertretenden Vorstände Dirk Dickmanns (Hofolding) und Norbert Loy (Brunnthal) sowie der künftige Kommandanten-Vize aus Brunnthal, Marco Torriani. 

Feuerwehr

Junge Helden gesucht

Die Feuerwehren Brunnthal und Hofolding bemühen sich mit einer aufwändigen Plakat-Serie und zwei Aktionstagen um Nachwuchs.

Brunnthal/Hofolding – „Wir sind 24 Stunden am Tag, sieben Tage in der Woche, 365 Tage im Jahr für Ihre Sicherheit da“, prangt es von der Internetseite der Freiwilligen Feuerwehr Hofolding (www.ff-hofolding.de). Über 200 Einsätze haben die etwa 75 aktiven Floriansjünger allein im vergangenen Jahr abgearbeitet. Sie zusammen mit ihrer ebenso starken Nachbar-Wehr aus Brunnthal aktiv, die ein ähnliches Einsatz-Pensum stemmt: in elf Ortsteilen, auf Anforderung auch außerhalb zur Verstärkung oder mit First-Responder-Einsätzen. Vor allem die nahe Autobahn rund ums Kreuz München Süd verlangt den Einsatzkräften vieles ab.

Aktuell haben die Nothelfer aber auch andere Sorgen: Beim Nachwuchs drückt der Schuh. „Die Nachfrage für den ehrenamtlichen Dienst bei der Feuerwehr ist geringer geworden“, attestieren der Brunnthaler Kommandant Klaus Sprenzel und sein Kollege, der Hofoldinger Vize-Kommandant Andreas Tränker.

Aus der Not machten die beiden Verbände jetzt eine Tugend und starteten ein gemeinsames, mehrteiliges Projekt zur Mitgliederwerbung. Erste Facetten der Zusammenarbeit sind schon zu erkennen. Gemeinsame Aufrufe im Gemeindeblatt werden von einer mehrteiligen Plakat- und Banneraktion unterstützt. Für den Mai sind zwei Aktionstage geplant – jeweils einer pro Standort. „Wir setzen dabei auf gemeinsames Handeln und Interaktion“, betont der Brunnthaler Feuerwehr-Vereinsvorsitzende Thomas Mayer, gleichzeitig Zweiter Bürgermeister der Gemeinde.

Auch die Ausbildungsinhalte der 14- bis 18-Jährigen Feuerwehraspiranten sollen von beiden Einheiten gemeinsam ausgestaltet werden. „Im Juni wird die neue Ausbildungsphase starten“, erklären Sprenzel und Tränker.

„Die Feuerwehr braucht Helden und Dich und sucht Verstärkung wie Dich!“, heißt es in einer ganzen Plakat-Serie, die Medien-Designerin Alexandra Herfurtner für die Wehren konzipiert hat. Während auf dem ersten Plakat der Serie der Feuerwehrmann noch in der Rückenansicht dargestellt ist, wendet er sich beim zweiten und dritten Banner dem potenziellen Neuling immer mehr zu und heißt den ihn willkommen. „Es ist schon auch eine direkte Ansprache an die Jugend nach dem Motto: Schau nicht nur zu, sondern komm zu uns und mach mit“, verdeutlichen die beiden Vereinsvorsitzenden Mayer und sein Hofoldinger Pendant Thomas Hirsch.

Die Aktion soll Lust machen und in den beiden Aktionstagen gipfeln. Am 13. Mai in Brunnthal und genau eine Woche später in Hofolding wartet ein umfangreiches Programm auf die jugendlichen Interessenten und auch auf Freunde der Feuerwehr, welche die beiden Einheiten künftig unterstützen wollen. „Besichtigungen der Einsatzfahrzeuge, sechs bis sieben Teststationen zum Ausprobieren eigener Fertigkeiten und Verdeutlichen der Einsatzprofile warten auf die Gäste“, erklärt Kommandant Sprenzel. „Es gilt etwa, mit dem Spreizer ein sensibles Ei vorsichtig und behände von einem Ort an den anderen zu bugsieren oder auf Getränke-Kisten-Türme zu klettern.“ Denn schwindelfrei sollten die Neuen schon sein – dazu sportlich, mental und geistig belastbar. Übungen am Schrott-PKW oder Einblicke in die Arbeit eines First-Responder-Teams werden geboten. Dazu stehen viele erfahrene Feuerwehrleute für alle Detail-Fragen zur Verfügung.

An beiden Tagen sind jeweils beide Einheiten vertreten, auch die Ausbildungseinheiten teilt man sich. „Das soll bei uns alles Hand in Hand gehen. In der Planung läuft das schon sehr gut“, betonen die beiden Vorstände.

Wenn jetzt auch noch möglichst viele Jugendliche ihre Leidenschaft zum künftigen Feuerwehrdienst und zum spannenden Einsatz fürs Allgemeinwohl entdecken, hätte sich die Mühe gelohnt. Damit das Versprechen von der Rund-um-die-Uhr-Sicherheitsversorgung für die Bürger auch künftig Bestand hat. „Ohne Jugend keine Zukunft“ heißt es auf der Webseite. 

Harald Hettich

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