+
Florierendes Geschäft gibt es nicht nur im Gewerbegebiet Brunnthal Nord. Nahezu den gleichen Anteil an Gewerbesteuern spülen die Firmen aus Hofolding in die Gemeindekasse.  

Gewerbesteuer-Plus über 1,4 Millionen Euro

Sattes Steuergeschenk für Brunnthal

Brunnthal - Vom Minus ins satte Plus: Für die Gemeinde startet 2017 super. Sie nimmt 1,4 Millionen Euro mehr Gewerbesteuer ein als gedacht. Die sind auch bitter nötig. 

Das Jahr beginnt sehr erfreulich für die Gemeinde Brunnthal: Sie kann mit satten Mehreinhamen rechnen. Die Steuern spülen voraussichtlich 1,4 Millionen mehr in die Kasse als vorhergesehen. Eine erkleckliche Summe bei insgesamt 12,5 Millionen Euro an Haushaltsvolumen der 5000-Einwohner-Kommune. Das große Plus stammt, wie Bürgermeister Stefan Kern in der Gemeinderatssitzung berichtete, fast zu 100 Prozent aus einem satten Anstieg der Gewerbesteuer-Einnahmen.

Damit dürfte der im November 2016 aufgestellte, vorsichtige Haushaltsplan für dieses Jahr, der ein Minus von rund 330 000 Euro vorhersagte, deutlich positiver ausfallen. „Unser eher konservativer und vorsichtiger Ansatz kann berichtigt werden, es wird heuer mehr als die schwarze Null“, sagte Kern auf Nachfrage sichtlich erfreut. Er betonte: Die satten Gewerbesteuern spülten keinesfalls nur die großen Unternehmen aus dem Gewerbegebiet Brunnthal Nord in die Kasse. Beim auf „gut fünf Millionen Euro hochgeschwappten Gewerbesteuervolumen hat Hofolding hat mit seinen Gewerbeeinheiten einen fast genauso hohen Anteil“.

Von Jubelstimmung ist aber im Rathaus dennoch nichts zu spüren. „Wir haben zwar mehr Luft durch die Mehreinnahmen, die derzeit noch exakt errechnet werden müssen“, sagt der Rathauschef. Natürlich freut er sich „über mehr Handlungsspielraum, vor allem bei den großen Investitionen“. Aber es gibt auch zahlreiche Begehrlichkeiten und Projekte zu stemmen. Die Gemeinde plant bis 2020 Investitionen in Höhe von insgesamt 26,67 Millionen Euro – allein 11,68 Millionen Euro sollen 2017 ausgegeben werden. Zudem gilt es, die neue Ortsmitte weiter voranzutreiben, Straßensanierungen zu bezahlen und in den Bau von weiteren Kinderbetreuungseinrichtungen zu investieren.

Und nicht nur kommunale Pflichtaufgaben gilt es zu erfüllen. Begehrlichkeiten wurden in der Sitzung auch von Vereinen und Organisationen geäußert. Der Tennis-Club beispielsweise muss seine in die Jahre gekommene Anlage sanieren. Er rechnet mit Kosten im sechsstelligen Bereich – laut aktueller Schätzung des Vorstands mindestens rund 100 000 Euro. Dabei wünscht sich der Verein finanzielle Unterstützung der Gemeinde. Diese stellte die Kommune dem Tennis-Club in Aussicht, abhängig von den tatsächlichen Kosten und Planungen. Weitere Begehrlichkeiten werden folgen. Auch das Landratsamt profitiert vom Steuerplus Brunnthals: 2018 wird die Gemeinde mehr Kreisumlage zahlen müssen, da sich diese an der Steuerkraft bemisst. Diesbezüglich steht die Kommune im Landkreis-Vergleich sehr gut da, ebenso wie beim Vermögen mit 15 Millionen Euro.

Harald Hettich

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Mann (45) steckt sich in Brand und stirbt
In einem Wohngebiet in Unterschleißheim hat sich am Montagabend ein Mann in Selbstmordabsicht in Brand gesteckt. Er starb an seinen Verletzungen.
Mann (45) steckt sich in Brand und stirbt
Hindernisse machen den Alltag schwer
Menschen mit Behinderung haben häufig mit Hürden auf ihren alltäglichen Wegen zu kämpfen. Dass das auch in einer Stadt Behindertenbeirat so ist, zeigt sich in Garching.
Hindernisse machen den Alltag schwer
Kräftige Finanzspritze für bezahlbaren Wohnraum
Geld vom Staat gibt‘s für 18 günstige Wohnungen, die Sauerlach bauen will: 1,7 Millionen Euro Förderung plus ein günstiges Darlehen.
Kräftige Finanzspritze für bezahlbaren Wohnraum
Angst vor Trauerfeier mit Wirtshausmusik
Auch die zweite Version der Neubau-Pläne für den Landgasthof Schmuck in Hofolding passt nicht jedem. Denn der Biergarten soll an den Friedhof grenzen. 
Angst vor Trauerfeier mit Wirtshausmusik

Kommentare