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Glasfaser soll es überall in Brunnthal geben.

Privater Investor 

Schnelles Internet für Brunnthal

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Bald könnten alle Brunnthaler schnelles Internet haben: Ein Unternehmen will ein Glasfasernetz für bis zu zehn Millionen Euro verlegen. Doch das ist an eine Bedingung geknüpft.

Brunnthal – Die Brunnthaler können auf schnelleres Internet hoffen. Der Gemeinderat votierte einstimmig dafür, den Glasfaserausbau bis in die Häuser zu unterstützen. Arno Dietrich von der Deutschen Glasfaser (DG) erläuterte, dass das Unternehmen bereit sei, rund zehn Millionen Euro in den weiteren Ausbau zu investieren.

Allerdings müssen dafür mindestens 40 Prozent der Brunnthaler bereit sein, mit dem Unternehmen einen Vertrag zu schließen. In den Ortsteilen sollen statt aktuell 30 Mbit/s künftig mindestens 100 Mbit/s, auf Kundenwunsch auch mehr möglich sein. Das Basispaket mit Telefon und Internet kostet für bis zu 100 Mbit/Sekunde 24,99 Euro pro Monat. Weitere Optionen kosten extra. Hinzu kommt eine Bereitstellungsgebühr von einmalig 50 Euro, Router können für knapp 40 Euro gekauft werden. Aber: „Wer noch im Altvertrag mit einem anderen Provider feststeckt, muss nicht doppelt zahlen“, sagte Diederichs. Erst nach dessen Ablauf, spätestens aber nach zwölf Monaten fallen Gebühren an.

Dietrich verdeutlichte, dass das Angebot der DW als „Parallelnetz“ zu begreifen sei. So könne etwa ein Hausbesitzer das Angebot der DW annehmen, während sein Mieter bei einem anderen Anbieter bleibt. Noch steht kein Zeitplan für das Projekt. Planung und Realisierung brauchen etwa ein Jahr Vorlaufzeit. Nach Infoveranstaltungen seien jeweils rund drei Monate veranschlagt, um das Kundenquorum zu erreichen. Danach könnte der Ausbau beginnen. Für den Hauptverteiler in der Größe einer Doppelgarage ist ein Standort in der Ortsmitte notwendig. Die Kabel würden in Gräben unter der Erde verlegt, dafür müssen Gehwege aufgerissen werden.

Bürgermeister Stefan Kern (CSU) betonte: „Wir haben als Gemeinde schon ein komplettes Leerrohrverteilsystem geschaffen.“ Allerdings sei der Breitbandausbau bisher nur im Zuge vom Straßenbau betrieben worden, um zusätzliche Baustellen zu vermeiden. „Wenn jetzt die DW den Ausbau in eigener Kostenregie übernimmt, kann das nur gut sein.“ Zumal die Fördertöpfe aufgebraucht sind. Ulla Gocke (CSU) forderte mit Blick auf Firmen, die neue Technik grundsätzlich für Neubaugebiete einzuplanen.

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