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48 Asylbewerber finden in Brunnthal ein Zuhause.

Unterkunft für 48 Asylsuchende in Brunnthal soll bis Sommer stehen

Flüchtlinge ziehen hinters Pfarrheim

Brunnthal – 48 Flüchtlinge in 8 Häusern: Sie sollen im Sommer an die Englwartinger Straße ziehen. Und somit deutlich weniger als ursprünglich geplant.

Jetzt ist es fix: Hinter dem Pfarrhaus Brunnthal, an der Englwartinger Straße 8, sollen voraussichtlich im Sommer 48 Flüchtlinge untergebracht werden. Damit wird die Zahl der bisher 15 Asylsuchenden, die in Brunnthal leben, deutlich steigen. 

Der endgültige Termin des Baubeginns für die Unterkunft steht nach Angaben von Brunnthals Zweitem Bürgermeister Thomas Mayer (CSU) noch nicht feststeht. Auch die Verträge sind noch nicht unterschrieben. Doch die Details des Wohnprojekts kristallisieren sich immer deutlicher heraus. 

Insgesamt neun Buchenholzblockhäuser werden auf dem kirchlichen Freigelände entstehen, in Ovalform und mit einem Platz der Begegnung inmitten der Anlage. Jedes der eingeschossigen Häuser in Satteldachbauweise mit einer Größe von 48 Quadratmetern. Der Zugang ist in der Mitte des Hauses geplant, von der zu beiden Seiten Wohnungen abgehen. Mit Platz für je sechs Bewohner. Jedes der Gebäude wird über eine Küchenzeile und Nasszellen verfügen. Das neunte Blockhaus ist für ein Büro und Aufenthaltsräume vorgesehen. 

Auch für das Umfeld ist einiges geplant: So solle ein Zaun an der Nordgrenze zum Kindergarten errichtet werden, die derzeit eher schlechte Straßenbeleuchtung am Roßkopfweg ausgebaut sowie ein Sichtschutz zu den unmittelbaren Nachbargrundstücken im Westen des Areals entstehen, wie Zweiter Bürgermeister Mayer auf Nachfrage berichtet. 

„Uns war es besonders wichtig, die Bürger mitzunehmen“, betont er. „Ein Erfolg ist sicher, dass wir die Planungen mit zunächst 90 weiteren Flüchtlingen halbieren konnten.“ Er verfolgt den Ansatz, den Flüchtlingen eine menschenwürdige Unterbringung zu verschaffen und die Bürger gleichzeitig nicht über Gebühr zu belasten. „Wir haben uns früh voll mit eingebracht und konnten deshalb bei der Art und den Umfängen der Nutzung entscheidend mitreden.“ 

Mayer stellt auch klar: In anderer Form sei das Projekt nicht zu realisieren gewesen. „Die anfänglich prognostizierten Zahlen waren viel zu hoch und vor Ort nicht verträglich – bei allem Verständnis für die Nöte des Landratsamtes. Da wären viele auf die Barrikaden gegangen.“ Jetzt sieht er sowohl die Größe als auch die Gestaltung der Unterkunft auf einem guten Weg. 

Allerdings sei die Detailfrage der sozialen Betreuung noch zu regeln. „Wir werden die Verträge erst unterschreiben, wenn alle Fragen zufriedenstellend geklärt sind“, verspricht Mayer. Dazu gehöre auch, dass die Anwohner die Einrichtung – wie in vielen anderen Gemeinden auch – vor dem Bezug besichtigen dürfen. 

hh

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